Originalhörspiel
Autor/Autorin:
David Zane Mairowitz
Der wollüstige Tango
übersetzt aus dem Amerikanischen
Übersetzung: Eberhard Petschinka, Georg Herrnstadt, Manfred H. Wenninger
Komposition: Dominic Muldowney
Technische Realisierung: Helmuth Schick, Ursula Potyra
Regieassistenz: Christoph Müller
Regie: Ned Chaillet
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Lyndon Terracini Filippo Tommasco Marinetti Dagmar Casse Isadora Duncan Bernhard Hirtreiter Chor Hans Hitzroth Chor Simon Berg Chor Rafael Sigling Chor
Der einmal jährlich vergebene Prix Italia gilt als einer der wichtigsten internationalen Medienpreise. 1997 ging der Preis in der Kategorie Hörspiel an die BBC/London. Der Hessische Rundfunk hat das englische Produktionsteam eingeladen, die deutschsprachige Version im Frankfurter Hörspielstudio zu realisieren. Das Radio-Musical "Der wollüstige Tango" schildert ein imaginäres Bankett zwischen dem italienischen Futuristen Filippo Tommaso Marinetti und der amerikanischen Tänzerin Isadora Duncan. Beide planen eine Verführung, allerdings aus sehr egoistischen Motiven. Marinetti, der die körperliche Liebe als eine Art Krieg versteht (die wahre und poetische Form der Vereinigung ist die Kochkunst!), will Isadora seiner Liste der eroberten Territorien anfügen. Duncan, die den Mann auf seine Begatterfunktion reduziert, will ihr längst überfülltes Kinderzimmer mit einem weiteren Sproß aus genialer Lende bevölkern. Das Liebesabenteuer endet mit einem gründlich verdorbenen Magen und einem kläglichen Scheitern in den Vorgebirgen der Leidenschaft.
Weitere Informationen
David Zane Mairowitz wurde 1943 in New York geboren und lebt heute in Südfrankreich. Seit 1980 schreibt er hauptsächlich Hörspiele, die in 20 Ländern Europas und Afrikas gesendet wurden. Für sein Hörspiel "Stalinsonate", deutsche Erstsendung im hr, erhielt er den Giles Cooper Award (best radio play of 1989).

Produktions- und Sendedaten
- Hessischer Rundfunk / Südwestrundfunk 1998
- Erstsendung: 16.12.1998 | 57'07
Rezensionen (Auswahl)
- Michael Allmaier: FAZ, 17.3.1999