Hörspielbearbeitung, Mundarthörspiel

Autor/Autorin: Paul Schurek

Stratenmusik

Eine plattdeutsche Komödie

Vorlage: Stratenmusik (Schauspiel)
Bearbeitung (Wort): Eberhard Freudenberg

Regie: Eberhard Freudenberg

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Walter Arthur KreyeJan Lünk
    Carl SchenckEmil Spittel
    Jan BehrensHein Dickback
    Anna RahderGreten Witt
    Ruth BunkenburgKathrin
    Hermann BuddeGodemann
    Daniel EhrhardtStimme des Teufels
    Ursula Meyer-DinkgräfeStimme des Engels

    Musik: Hans-Ludwig Hübner

Daß Paul Schurek (1890 - 1962) zu den meistgespielten niederdeutschen Bühnenautoren zählt, verdankt er nicht allein dem wirkungsvollen, an klassischen Vorbildern geschulten Aufbau seiner Stücke, sondern ebensosehr der genauen, menschliche Vorzüge wie Schwächen gleichermaßen ausleuchtenden Zeichnung seiner Figuren. Ein Musterbeispiel für Schureks Meisterschaft, pralle und dennoch lebensechte Charaktere auf die Bühne zu bringen, bietet seine Komödie "Stratenmusik", die Eberhard Freudenberg für den Funk bearbeitete. Im Mittelpunkt des Spiels stehen drei Straßenmusikanten: der extrovertierte, leicht aufbrausende und unausgeglichene Jan Lünk, der aus seiner kleinbürgerlichen Welt mit ihren Bindungen und ihrer Monotonie ausbrechen will, der ruhige, in sich gekehrte, stets auf Ausgleich und Harmonie bedachte Emil Spittel und der phlegmatische Hein Dickback, dem alles egal ist und der seine liebste Freundin in der Flasche gefunden hat. Aber Schurek begnügt sich nicht damit, eine breite Palette menschlicher Verhaltensweisen vorzuführen, er gewährt uns auch Einblick in das "Innenleben" seiner Figuren, indem er uns an ihren Träumen teilnehmen läßt. Und da tritt nun Widersprüchliches zutage, eine offenkundige Diskrepanz zwischen bewußtem Handeln und heimlichen Wünschen. Spittel, Lenk und Dickback offenbaren sich als höchst zwiespältige Charaktere. Und gerade das macht sie so menschlich. 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Radio Bremen 1950
  • Erstsendung: 13.02.1950 | 77'01

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