Originalhörspiel
Autor/Autorin:
Peter Hirche
Die Heimkehr
Komposition: Wolfgang Geri
Technische Realisierung: Hans Jacobs, Charlotte Hönscheidt
Regie: Oskar Nitschke
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Wolfgang Wendt Doktor Lotte Betke Schwester Brigitte König Ruth Hans Mahnke Vater Lilo Barth Mutter Ingeborg Schubert Basta Rudi Scholz Kruppka Heinz Reincke Manfred
In den Visionen einer Sterbenden tauchen die Erinnerungen an ihre Vergangenheit auf, an die Katastrophe, die ihre Familie betroffen und auch ihr eigenes Leben zerstört hat. War es ihre Schuld? Warum mußte das geschehen? Immer wieder stellt sie die Frage, aber sie erhält keine Antwort. Vielleicht, weil es auf diese Frage keine Antwort gibt. Das Schicksal war stärker als sie, und ihr Wille vermochte nichts gegen die Verhältnisse, in die sie hineingeboren war, und die sie immer wieder vor unlösbare Probleme stellte. "Nicht schuldig und nicht unschuldig. Das ist die Verzweiflung." In diesen Worten, die die Sterbende spricht, mag Sinn und Aussage des Stückes beschlossen liegen. Sie, die nicht nur äußerlich heimatlos ist, vermag keine Erlösung finden. Sie endet im Zweifel und in der Verzweiflung. Peter Hirche, 1923 geboren, hat in diesem Hörspiel die Technik der Rückblende in eigenwilliger Weise verwendet. In den Träumen und Fieberphantasien der Sterbenden erscheinen die Erinnerungen in vielfältigem und scheinbar verwirrendem Wechsel, aus dem sich allmählich das Geschehen herauskristallisiert.

Produktions- und Sendedaten
- Süddeutscher Rundfunk 1955
- Erstsendung: 13.04.1955 | SDR1 | 59'35