Ars acustica

Autor/Autorin: Sabine Sanio

Digitale Klangfelder

Die audiovisuellen Objekte von Jutta Ravenna

Redaktion: Manfred Mixner

Realisation: Sabine Sanio

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/Sprecherin
    Brita Sommer

Die Berliner Künstlerin Jutta Ravenna montiert Computer-Platinen zu großen abstrakten Bildflächen. In Fenster gehängt oder zu Säulen verschraubt erinnern ihre meist in Blau- oder Grüntönen gehaltenen Objektassemblagen eher an mittelalterliche Kirchenfenster als an die Residuen der neuesten technischen Entwicklungen. Ravenna bezieht auch ihr akustisches Material aus der Welt der Computer: neben Samples und dem Klicken der Relais verwendet sie die Arbeitsgeräusche der Rechner; die Computer-Platinen werden mit großem Aufwand gleichsam "reanimiert". Bei vielen ihrer komplexen audiovisuellen Objekte kann die unberechenbare zeitliche Abfolge der Klangereignisse vom Betrachter mitgestaltet werden.

Weitere Informationen
Jutta Ravenna, geboren 1960 in Düsseldorf, studierte Bildende Kunst und Musik in Düsseldorf und Berlin. 1986 erste Kompositionen und Experimentalfilme; 1987: erste Klangobjekte. Seither zahlreiche Einzelausstellungen und Beteiligungen an Gruppenausstellungen. Jutta Ravenna arbeitet als Klangkünstlerin mit visuellen und akustischen Fundstücken. Im Grenzbereich zwischen Bildender Kunst und Musik erforscht sie interm odale Wahrnehmungsqualitäten im Verhältnis von Hören und Sehen. Das architektonische, akustische und soziale Umfeld, in dem ihre Klangobjekte stehen, sind für sie wichtig, deshalb arbeitet sie auch gerne mit interaktiven Klangsystemen.

Sabine Sanio, geboren 1958 in Hanau, lebt seit 1982 in Berlin. Sie studierte Literaturwissenschaften, Philosophie, Linguistik und Musikwissenschaften; seit 1991 zahlreiche Publikationen zur Neuen Musik, zu Literatur und Ästhetik. Sie beschäftigt sich intensiv mit den Phänomenen und Entwicklungen in der Klangkunst.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Sender Freies Berlin / Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg 1999
  • Erstsendung: 21.12.1999 | RADIOkultur | 28'40

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