Feature
Autor/Autorin:
Stefan Mahlke
Stopfe ihm das Maul
Helene Weigel in Briefen und Tondokumenten
Redaktion: Kathrin Kiehl
Technische Realisierung: Holger König, Hans Peter Ruhnert
Regieassistenz: Matthias Seymer
Regie: Jürgen Dluzniewski
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Katja Paryla Zitatorin Christine Gloger Zitatorin Dieter Knaup
Am 12. Mai 2000 wird die Schauspielerin und Theaterleiterin Helene Weigel einhundert Jahre alt. Während sie als Darstellerin der Mutter Courage weltbekannt wurde, ist über ihre Arbeit als Intendantin des "Berliner Ensembles" weniger bekannt. In dem jetzt erschienen Briefwechsel wird ihre Arbeit als Theatermanagerin transparent: als Mutter, die ihre Schäfchen hütet, als clevere Bittstellerin bei Kulturpolitikern, als harte Streiterin für ein vermeintlich werkgetreues Brecht-Verständnis. Sie selbst bezeichnet sich in ihren Briefen als "Briefschwein", was heißen soll, dass ihre Briefe nicht literarisch sind; sie sind witzig, direkt, meist für den Tag geschrieben. "Stopfe ihm (Unseld) das Maul mit den Geschichten, die Frau Ramthun zusammengestellt hat und evtl. einem Vorschlag für mindestens zwei Bände Theatertheorie. Er soll bloß nicht jammern", schreibt sie an Elisabeth Hauptmann. Dokumentiert in den Briefen ist auch ihre langjährige Freundschaft zu Therese Giehse. Der Briefwechsel bietet den Blick auf eine in der Öffentlichkeit weithin unbekannte Seite der Helene Weigel.

Produktions- und Sendedaten
- Mitteldeutscher Rundfunk / Kathrin Kiehl 2000
- Erstsendung: 10.05.2000 | MDR KULTUR | 22:00 Uhr | 59'34