Hörspielbearbeitung

Autor/Autorin: Walter Andreas Schwarz

Leben und Taten des scharfsinnigen Edlen Don Quijote von La Mancha (3. Teil)

Übersetzung: Ludwig Tieck
Komposition: Winfried Zillig

Regie: Ulrich Lauterbach

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Heinrich Beukelmann2. Gendarm
    Willy BirgelDon Quijote
    Milia FögenDorothea
    Steffy HelmarOriana
    Rudolf H. Krieg1. Gendarm
    Wilhelm KürtenPfarrer
    Inge RaessertsMaritorne
    Maria Madlen MadsenWirtin
    Herbert MenschingBarbier
    Ernst Walter MitulskiWirt
    Walter RichterSancho Pansa
    Walter Andreas SchwarzErzähler
    Heinz StoewerBader
    Werner XandryGeistlicher

"Ich will den dir geleisteten Dienst, daß ich dich einen so edlen und ehrsamen Ritter kennen lehre, nicht zu hoch anschlagen; aber danken sollst du mir, daß du die Bekanntschaft mit seinem Schildknappen, dem berühmten Sancho Pansa machst." So Cervantes zu dem "holden Leser" in der Vorrede des "Don Quijote". Ob man es auch dem Hessischen Rundfunk danken wird, daß er seinen holden Hörern die Bekanntschaft oder die Wiederbegegnung mit dem berühmten Paar vermittelt, steht dahin. Ein so großes Wagnis, wie es scheinen mag, ist die Funkbearbeitung gar nicht, denn Cervantes hat die Geschichte von dem scharfsinnigen Ritter, der auszog, der entzauberten Welt ein Abenteuer abzulisten, überraschend "funkisch" geschrieben, wie man es 350 Jahre später nennt. Und hat nicht schon Heine, als kleiner Junge die akustische Wirksamkeit des Romans erprobt? "Da ich, noch ungeübt im Lesen, jedes Wort laut aussprach, so konnten Vögel und Bäume, Bach und Blume alles mitanhören, und da solche unschuldigen Naturwesen, ebenso wie die Kinder, von der Weltironie nichts wissen, so hielten sie gleichfalls alles für baren Ernst und weinten mit mir über die Leiden des armen Ritters." Heine hat übrigens behauptet, nur ein Deutscher könne den Don Quijote ganz verstehen. Das mag übertrieben sein. Aber die Spuren sind tief, die das ebenso heitere wie hintergründige Werk in der deutschen Geistesgeschichte hinterlassen hat.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Hessischer Rundfunk
  • Erstsendung: 28.03.1962 | 84'20

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