Kurzhörspiel

Autor/Autorin: Robert Pinget

Wer spricht?

Übersetzung: Helmut Scheffel, Gerda Scheffel

Regie: Peter Michel Ladiges

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/Sprecherin
    Charles Wirths
    Peter Michel Ladiges

Mit unnachgiebiger Konsequenz bleibt der Autor der Materialität und Immaterialität seines eigenen Handwerks, der Fiktion, auf der Spur. Es wird über ein melancholisches, "ermüdetes" Trio berichtet, dessen eine Figur in der Einbildungskraft des Erzählers zu einer monströsen Verselbständigung aufgeblasen wird. Zweck dieser erzählerischen Übung ist es, eine böse Karikatur von ordinären, epischen Grundmustern zu liefern. Stand zu Anfang die Hoffnung, daß "ein Mann der Kunst" seine "ganze Kraft darauf verwenden" solle, "die Melancholiker zu heilen und endlich den Trübsinn zu besiegen", so wird diese Hoffnung gründlich verdorben durch den Fortgang des Textes, der allein in der Darstellung der "Herrschaft der Hand über die Feder ... einen Anschein von Wahrheit besitzt", und sei es im Kauderwelsch einer verrückten Fiktion.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Süddeutscher Rundfunk 1977
  • Erstsendung: 06.03.1977 | SDR2 | 23'15

Haben Sie Anregungen oder Ergänzungen zu diesem Eintrag?

Infos zum Hörangebot/FAQ