Originalhörspiel
Autor/Autorin:
Marlene Streeruwitz
Opernring
Dramaturgie: Christoph Buggert
Technische Realisierung: Helmut Becker, Gerlind Raue
Regieassistenz: Andrea Getto
Regie: Marlene Streeruwitz
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Hille Darjes Margarethe Regine Vergeen Freundin Rosemarie Gertenberg Stotterin Michael Lucke Johannes, Willie etc. Charles Wirths Spanische Stimme Juan Esteller Spanische Stimme Alicia Girth Kinderstimme
"Margarethe wartet. Sie wartet in einem Hotel in Barcelona. Von ihm gibt es nur eine Nachricht. Er könne nicht kommen und werde anrufen. Margarethe versucht, ihn zu erreichen. Will wissen, warum das Liebeswochenende platzt. Sie kommt nur an seinen Anrufbeantworter. Sie sieht fern. Will etwas essen. Liest. Aber das Warten drängt sich in den Vordergrund. Erinnerungen. Langeweile. Verzweiflung. Angst. Sehnsucht. Träume. Ein Panorama aus Musik und Texten und dem Außen, das in das Hotelzimmer dringt. Alle Texte werden Geräusche, alle Geräusche sind Text." (Marlene Streeruwitz) Seit jeher versucht Literatur, die Komplexität mentaler Prozesse abzubilden. Was passiert im vierten, sechsten, zwölften Stockwerk unseres Hirns? Die Buchseite, die Theaterbühne bieten begrenzte Möglichkeiten, die Mehrschichtigkeit der Im-Kopf-Ereignisse zu fassen. Die viel beweglicheren Mittel des Hörspiels wären geeignet, dem Ziel näher zu kommen. Trotzdem hat das radiophone Spiel diese Chance bis in die Gegenwart wenig genutzt. Marlene Streeruwitz betritt Neuland, das seltsam bekannt vorkommt. Jeder, der gelegentlich den Bewußtseinsschutt im eigenen Kopf besichtigt, ist in diesem Neuland gewesen.
Weitere Informationen
Marlene Streeruwitz, geb. 1950 in Baden bei Wien, hat sich mit Bühnenstücken und Romanen längst einen Namen gemacht. Als Hörspielautorin und Hörspielregisseurin ist sie noch zu entdecken.

Produktions- und Sendedaten
- Hessischer Rundfunk 1999
- Erstsendung: 07.07.1999 | hr2 | 54'07
Rezensionen (Auswahl)
- Thomas Wirtz: FAZ, 6.7.1999 - Götz Schmedes: Funk-Korrespondenz. 47. Jahrgang. Nr. 28/29. 16.7.1999. S. 37 - Lutz Hagestedt: epd medien. Nr. 58. 28.7.1999. S. 27