Hörspielbearbeitung

Reihentitel: Balkan-Legenden

Autor/Autorin: Panait Istrati

Kyra Kyralina

Nach den Geschichten des Adrian Zograffi

Vorlage: Kyra Kyralina (Erzählzyklus, französisch)
Übersetzung: O. R. Sylvester
Bearbeitung (Wort): Heinz von Cramer
Komposition: Heinz von Cramer
Redaktion: Henning Rademacher
Technische Realisierung: Christian Kühnke, Kerstin Heikamp
Regieassistenz: Nana Ouss

Regie: Heinz von Cramer

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Walter RenneisenStavro
    Ole BrandmeyerDer Knabe Stavro
    Tim KnauerAdrian
    Gabriela Maria SchmeideKyra Kyralina
    Barbara NüsseDie Mutter
    Peter DirschauerDer Vater
    Jürg LöwDer Oheim
    Josef OstendorfNazim Effendi/Eine männliche Stimme
    Werner WölbernMustapha Bey/Zwei männliche Stimmen
    Horst BollmannBarba Yani
    Siggi SchwientekMichail
    Werner EichhornDer Bettler/Eine männliche Stimme
    Andreas GrothgarBarkadschi/Grieche/Polizist/Offizier/Männliche Stimme
    Marion MartienzenTincutza/Helle Frauenstimme und Gesang
    Hannes HellmannDer Wirt/Der Kellner/Zwei männliche Stimmen

Die einer Volkslegende entstammende Ballade von der wunderschönen Kyra Kyralina, die um die Zeit des Krimkrieges von einem Türken über die Donau entführt und in einen Harem verschleppt wird, macht Istrati zum Auftakt einer Familiensaga seines Protagonisten Adrian Zograffi. Die Erzählung eröffnet den Blick in eine bis dahin unzugängliche, sinnlich-vitale Wirklichkeit des Balkan und Orient. Istratis Buch, 1923 in Frankreich erschienen, wurde in mehr als 20 Sprachen übersetzt und 1927 verfilmt. Der französische Schriftsteller und Entdecker Istratis, Romain Rolland, urteilte: "Ich las und war von dem Ausbruch eines Genies erschüttert (...) Das Bekenntnis eines neuen Gorki des Balkan."

Weitere Informationen
Panait Istrati (1884-1935) war bis zu seinem vierzigsten Lebensjahr als Vagabund, Wanderarbeiter oder Standphotograph ständig auf Reisen - meist im Vorderen Orient. Als literarischer Autodidakt und schillernde Symbolfigur der Linken erlangt er von Frankreich aus in den zwanziger Jahren Weltruhm. Anschließend wurde er verfemt wegen seines 1929 veröffentlichten Buchs "Auf falscher Bahn" - einer radikalen Abrechnung mit dem Stalinismus. Er hinterließ ein Dutzend Romane und Erzählungen. Er starb in Rumänien.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Norddeutscher Rundfunk 2000
  • Erstsendung: 27.09.2000 | Radio 3 | 20:00 Uhr | 76'15

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