Kurzhörspiel
Autor/Autorin:
Wolfgang Graetz
Klavierstimmen
Technische Realisierung: Eduard Kramer, Adeltraut Schumann
Regieassistenz: Wolf Quiel
Regie: Heiner Schmidt
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Ludwig Thiesen Kunde Klaus Groth Händler Günther Sauer Professor
Die Annahme, nur ein gestimmtes Klavier sei ein gutes Klavier, scheint in diesem Hörspiel nicht haltbar zu sein. Zumindest stößt auf dieses Problem ein Musiker, der ein Klavier kaufen will. Fast alle Klaviere im Geschäft sind verstimmt. Verzweifelt versucht der Musiker, den Verkäufer und einen Philosophen von den Gesetzen der Tonalität zu überzeugen. Umgekehrt behaupten die beiden hartnäckig, daß es keinen Unterschied zwischen falschen und richtigen Tönen, also auch keinen zwischen gestimmten und ungestimmten Klavieren gebe. Die Welt der Töne scheint sich in Realität aufzulösen, genauer einerseits den Erfordernissen des Marktes, andererseits den Forderungen eines musikalischen Gehörs zu entsprechen. Wer recht hat, möge der Hörer entscheiden.

Produktions- und Sendedaten
- Saarländischer Rundfunk 1971
- Erstsendung: 04.04.1971 | 1 | 12'36