Originalhörspiel

Autor/Autorin: Urs Ledergerber

Selbstversuch

Regie: Günter Bommert

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/Sprecherin
    Wilfried Grimpe

Den Autor beschäftigt als Ausgangspunkt die Frage: Wie ist es möglich, einen Menschen im Hörspiel leibhaftig darzustellen? Wenn dieser nicht schemenhaft hinter einer Art Wand bleiben soll, so das Ergebnis, muß er von seiner Leibhaftigkeit reden. Der Autor bedient sich nun einer einfachen Versuchsanlage, deren Objekt, Bedienungspersonal und Ergebnisveröffentlicher der Held in einer Person ist. Die Körperlichkeit des Dargestellten und die beobachtende Distanz zu ihr fallen in eins zusammen. Da die Erlebnis- und Mitteilungsebene nicht zu trennen sind, entsteht eine ganz eigenartige Spannung. Obwohl der Antrieb zu diesem "Selbstversuch" zunächst nur Neugier war, wird doch ein Resultat erreicht (das sich nebenher einstellt): Unser Held muß sich und uns eingestehen, daß es ihm nicht gelingt, sich ohne Angst eins mit sich selbst zu fühlen. Obwohl dieser Selbstversuch mit beinahe wissenschaftlichem Ernst angelegt ist, langt er am Ende fast bei der Groteske an. Der Mensch, genauer betrachtet, erweist sich einmal mehr als unbekanntes Wesen.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Radio Bremen 1979
  • Erstsendung: 22.06.1979 | Bremen Eins | 28'31

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