Originalhörspiel, Mundarthörspiel

Autor/Autorin: Wilhelm Genazino

Schlorem und Zores

Zwei Hörspiele in Mannheimer Mundart

enthält:

• "Schlorem"
• "Zores"

Regie: Peter Knorr

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Michael TimmermannVater (Schlorem)
    Brigitte ZepfMutter (Schlorem)
    Peter NassauerSohn Dieter (Schlorem)
    Armas Sten FühlerFeuerwehrmann/Inkassobeamter (Schlorem)
    Elsbeth JandaFrau Hügel (Schlorem)
    Fred ReyesKarl-Heinz (Zores)
    Gisela Freienberg-WeinreichIlse, seine Frau (Zores)
    Elisabeth ZimmerMutter von Karl-Heinz (Zores)

"Wer Pech hat, darf Dialekt als Kind nicht sprechen. Wer Glück hat, wächst in und mit einem Dialekt auf; er lernt dadurch eine Sprache im Zustand ihrer Unschuld sprechen. Der Dialekt ist eine tief unbe wußte Sprache; man erlernt sie gleichzeitig mit anderen zentralen Notwendigkeiten wie Essen, Schlafen, Spielen, Gehen. Und wer Dialekt schreibt, möchte der Geschichte seiner Sprache auf die Spur kommen. 'Schlorem' und 'Zores', zwei Hörspiele, sind meine ersten Dialekt-Versuche. Dialekt schreiben heißt, etwas weit Zurückliegendes nah heranholen, Sprache aus der kürzesten Distanz beobachten. In jedem Dialekt verbirgt sich eine besondere Form von Realismus, weil Mundart in vielen Fällen präziser ist, als eine Hochsprache je sein kann. Bestimmte Ausdrucksmöglichkeiten sind in der Hochsprache nicht mehr gegeben, weil sie von ihr weggebildet worden sind. Man erlebt ja oft, daß jemand, der nicht mehr weiß, wie er sich ausdrücken soll, plötzlich auf ein Dialektwort zurückgreift Es hat mich deshalb gereizt, solche sprachlichen Rückgriffe in einer geschlossenen Form, nämlich in der des Hörspiels, zu präsentieren ..." (Wilhelm Genazino)

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Hessischer Rundfunk 1976
  • Erstsendung: 08.03.1976 | hr1 | 67'03

Haben Sie Anregungen oder Ergänzungen zu diesem Eintrag?

Infos zum Hörangebot/FAQ