Hörspielbearbeitung

Autor/Autorin: Marcel Schwob

Die Worte der Monelle

Vorlage: Die Worte der Monelle (Erzählung, französisch)
Übersetzung: Kai Grehn
Bearbeitung (Wort): Kai Grehn
Komposition: Kai-Uwe Kohlschmidt, Dietmar Diesner, Tilman Fürstenau
Dramaturgie: Lutz Volke
Technische Realisierung: Zap

Regie: Kai Grehn

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Akta PreussMonelle
    Kai-Uwe KohlschmidtSchwob
    Katharina GrothSchwester der Monelle
    Sonja HerrmannSchwester der Monelle
    MomoGast-Sängerin

Monelle ist eine Trösterin. Sie ist die Urmutter, aber auch das Urbild der Hure. Sie erscheint dem Dichter, und sie weiß: "Keinen Menschen gibt es jetzt auf Erden, der unglücklicher ist als du!" Der Dichter kann sie nicht halten, ihre Worte jedoch geben ihm Impulse. Wie besessen hämmert er sie in seine Schreibmaschine: "Um eine neue Kunst zu erschaffen, muss man die alte Kunst zerbrechen. Die neue Kunst wird so dem Bildersturme gleichen." Marcel Schwob, als Figur in das Hörspiel eingebaut, ist dieser Bilderstürmer in eigener Person. Mit dem Sendungsbewusstsein eines Zarathustra ausgestattet, will er die alten Formen zerstören: "Fliehe die Ruinen und weine nicht zwischen ihnen." Kai Grehn hat sich mit ehemaligen Mitgliedern der nun aufgelösten Band SANDOW zusammengetan, um eines der Hauptwerke des vorvergangenen Fin-de-siècle in unsere Zeit zu übersetzen.

Weitere Informationen
Marcel Schwob (1867-1905), französischer Erzähler, war seit 1890 journalistisch tätig. Er ist Verfasser von Romanen und psychologisch motivierten Essays und Erzählungen. 1895 erkrankte er schwer und verfiel danach dem Morphium. Der mit ihm befreundete Oscar Wilde widmete ihm "Salome". Die Erzählung "Le livre de Monelle" erschien 1894 (auf deutsch 1904).

Kai Grehn, geboren 1969, studierte Theaterregie an der Schauspielschule "Ernst Busch". Er lebt als freischaffender Autor in Berlin. Er schrieb Arbeiten für Theater und Rundfunk. Seine erste Hörspielarbeit war "Schluß mit dem Gottesgericht" von Antonin Artaud, SFB/Fluxus-Platten 1993.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Sender Freies Berlin / Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg / Marcel Schwob 2001 (Auftragsproduktion)
  • Erstsendung: 05.01.2001 | 21:00 Uhr | 40'50

Auszeichnungen

  • Prix Marulić Spezialpreis 2001

Rezensionen (Auswahl)

  • Matthias Schümann: In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 04.01.2001. S. 49.
  • Lutz Volke; Kai Grehn: In: RadioKultur. Nr. 105. 01.2001. S. 4.

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