Originalhörspiel

Autor/Autorin: Norbert Jochum

Und was machen wir jetzt? Wir machen weiter. Nur weiter

Dramaturgie: Peter Liermann
Technische Realisierung: Martha Seeberger, André Bouchareb
Regieassistenz: Wolfgang Binder

Regie: Irene Schuck

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Esther Hausmann1. Stimme
    Donata Höffer2. Stimme
    Felix von Manteuffel3. Stimme
    Friedhelm Ptok4. Stimme
    Christian Redl5. Stimme
    Brigitte Röttgers6. Stimme
    Gerd Wameling7. Stimme
    Eckhard Winkhaus8. Stimme

"Erinnerst du dich noch daran? Aber natürlich erinnere ich mich. War das nicht wunderbar? Also wunderbar war das nun ganz und gar nicht. Im Gegenteil, es war ganz grauenvoll. Es war einfach nur grauenvoll. Das kannst du doch nicht ernst meinen. So etwas Wunderbares soll grauenvoll gewesen sein? Du mußt dich doch nur mal erinnern. Ich erinnere mich ja. Ich erinnere mich sogar sehr genau. Ich erinnere mich noch an alles. Und jetzt auf einmal findest du es grauenvoll? Da hast du dich aber sehr verändert. Nein. Ich fand es schon damals grauenvoll, und ich finde es jetzt noch grauenvoll. Das sah man dir damals aber nicht an. - Es gibt Geschichten, die spielen bei Regen, und es gibt Geschichten, die spielen bei Sonnenschein. Es gibt Geschichten, die spielen bei Tag, und es gibt Geschichten, die spielen nachts. Es gibt Geschichten, die spielen auf dem Land, und es gibt Geschichten, die spielen in der Stadt. Es gibt Geschichten, die spielen in großen Wohnungen, und es gibt Geschichten, die spielen auf freiem Feld. Es gibt Geschichten, die spielen draußen, und es gibt Geschichten, die spielen drinnen. Es gibt Geschichten aus dem wirklichen Leben, und es gibt Geschichten aus Sprache und Stimmen. Die besten Geschichten schreibt, wie Peter Handke sagte, das Leben selbst, nur daß das Leben halt nicht schreiben kann." (Norbert Jochum)

Weitere Informationen
Norbert Jochum, geboren 1946 im Saarland, ist Filmkritiker bei DER ZEIT, und Mitherausgeber der Zeitschrift FILME, er hat Filmessays geschrieben, u.a. über Rivette, Godard, Varda, Rohmer; von ihm stammen die Produktionen "Die Verlorenen Schritte - filmische Lektüre der Erzählung NADJA von André Breton" (60 min.) und "Das Schöne sieht man so schlecht - Bilder/Sprache bei Peter Handke" (60 min.). Für den HR entstanden die Hörspiele "Locomotion" (mit Alfred Behrens); "Abschied in der Dämmerung" (mit Alfred Behrens), "Der Mann gegenüber" und die Collage "Ein armer verlassener Mann sieht in einen grauen Sonntag mit Regen" nach Briefen von Gottfried Benn.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Hessischer Rundfunk 2001
  • Erstsendung: 24.03.2002 | hr2 | 40'22

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