Ars acustica
Autor/Autorin:
Daniel Velasco
Das Orgelspiel des Himmels
Komposition: Daniel Velasco
Realisation: Daniel Velasco
Weitere Mitwirkende
Musik: Ian Halcrow (Stimme)
Die Bevölkerung Chinas führt einen verzweifelten Kampf gegen die Wüste. Der Sand drängt die Menschen immer weiter zurück, zwingt sie, ihre Dörfer zu verlassen und ganze Städte zu verlegen. Auch Peking wird immer häufiger von Sandstürmen heimgesucht. Es gibt sogar Pläne eine neue Hauptstadt zu bauen. "Das Orgelspiel des Himmels", ein neues Hörstück von Daniel Velasco, ist das Ergebnis einer Klangexpedition nach China. Velasco reflektiert die Geschichte der Stadt Peking, das Verhältnis von Mensch und Natur ebenso wie die Entwicklung sozialer Systeme aus der Perspektive des Windes. Der Wind erinnert, erzählt, verändert, färbt, maskiert, rauscht, strömt und verfließt ... Texte von Laotse und Dschuan Dsi treten urbanen und ländlichen Soundscapes aus einer Sandsturmperiode in Peking gegenüber. Dazu kommen altchinesische Instrumentalklänge der Luisheng und Qin.
Weitere Informationen
Daniel Velasco wurde 1958 geboren. Er studierte Bild und Tontechnik in Düsseldorf und arbeitet seit 1985 als Toningenieur für den Westdeutschen Rundfunk. Velasco war an der technischen Realisation vieler Werke der Neuen Musik von Stockhausen, Eloy oder Hoeller im Studio für Elektronische Musik des WDR beteiligt, außerdem bei einer Vielzahl von Ars Acustica-Produktionen für das Studio Akustische Kunst. In Mexiko hat er an der Universität Claustro de Sor Juana in Mexico City Radiokunst unterrichtet und ist bei Festivals für Radiokunst und Elektronische Musik in Deutschland, Holland, Spanien, Südamerika, den Vereinigten Staaten und Mexiko aufgetreten.

Produktions- und Sendedaten
- Westdeutscher Rundfunk 2002
- Erstsendung: 19.10.2002 | WDR 3 | 24'40