Originalhörspiel

Autor/Autorin: Karl Günther Hufnagel

Familienabend

Technische Realisierung: Ernst Becker, Rosel Wack
Regieassistenz: Christa Frischkorn

Regie: Otto Düben

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Wolfgang EngelsEin Mann
    Annemarie SchradiekEine Frau
    Marianne MosaInge, deren Tochter

Karl Günther Hufnagel bevorzugt in seinen Hörspielen realistische Stoffe. Er trifft den schwerfälligen, oft kargen Ton, bei dem immer mehr mitschwingt, als die Worte sagen. Es geschieht nicht viel in seinem [...] Stück "Familienabend": Die Tochter kommt ein wenig später zum Abendbrot; der Vater wurde wieder einmal stellungslos und zeigt keine Lust, sich bei einer anderen Baustelle zu bewerben; die Mutter versorgt den Haushalt. Eine nervöse Spannung herrscht zwischen den Dreien. Jeder ist unzufrieden, man macht sich Vorwürfe, redet unentwegt und spricht doch nicht ehrlich. Die Eltern haben nichts aus ihrem Leben gemacht. Nun nehmen sie es mit scheinheiliger Empörung auf, daß die Tochter ihre eigenen, zweifelhaften Wege sucht, in sogenannte bessere Kreise hineinzukommen. Ohne Polemik zeichnet der Autor diese gespannte Atmosphäre in einer einfachen Familie. Aber die Einblicke, die er gewährt, sind bitter und machen nachdenklich. 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Saarländischer Rundfunk 1965
  • Erstsendung: 01.12.1965 | SR 2 | 42'03

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