Ars acustica

Reihentitel: Pet Sounds

Autor/Autorin: Jim Franklin, Ulrike Flaig

shakuhachi theremin video

Komposition: James Ashley Franklin, Ulrike Flaig

Realisation: James Ashley Franklin, Ulrike Flaig

  • Weitere Mitwirkende

    Sonstige MitwirkendeFunktion
    Ulrike FlaigEchtzeit-Videoimprovisation

    Musik: Jim Franklin (Bambusflöte; erweitertes Theremen)

Mittels des Körpers als des integralen Bestandteils der Instrumente begegnen und ergänzen sich in diesem Konzert zwei unterschiedliche Technologien und ästhetische Ansätze: auf der einen Seite, Shakuhachi, die japanische Bambusflöte, auf der anderen, Theremin, nachbearbeitet hauptsächlich durch Analog-Elektronik. Durch Kompositionen und strukturierte Improvisationen bewegt sich Jim Franklin zwischen zwei Klangbereichen, die auf feine Schattierung des Innenlebens des Tons gründen. Ergänzt wird die akustische Kunst durch Echtzeit-Videoimprovisationen von Ulrike Flaig, die eine ähnliche Körperlichkeit im Video-Performance-Bereich einsetzt, wie Franklin mit seinen Instrumenten aus Bambus und Silizium.

Weitere Informationen
Jim Franklin, der australische Pianist, Komponist Instrumentenbauer und Musikethnologe, hatte bereits etliche Auszeichnungen hinter sich, als er 1986 seinen Shakuhachi- und Zenlehrer Riley Lee traf. Danach widmete sich Franklin ganz der japanischen Bambusflöte, gab Konzerte in Australien und Europa, gewann den Preis für den besten Soundtrack beim internationalen Multi-Media-Festival in München (1990) und erhielt vom legendären Katsuya Yokoyama den Ehrentitel "Shihan" (Shakuhachi-Meister). In jüngerer Zeit widmet er sich verstärkt live-elektronischen Erweiterungen und intermedialen Performances, u.a. mit der Berliner Videokünstlerin Ulrike Flaig.

Ulrike Flaig, geboren 1962 in Esslingen, studierte Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft und Bildhauerei in Paris, Regensburg und Stuttgart; längere Studien- und Auslandsaufenthalte führten sie nach Florenz, New York, China, Hamburg und Berlin. Seit 1997 nahm sie verschiedene Lehraufträge an der Hochschule für Gestaltung, Technik und Wissenschaft, Pforzheim, und am Institut für Kunstgeschichte der Universität Stuttgart wahr. Der spartenübergreifende Ansatz ihrer Arbeit zeigt sich in raumbezogenen Installationen, Objekt- und Materialinszenierungen, die neue Medien, Licht, Klänge, Zeichnungen und Texte einbeziehen.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Westdeutscher Rundfunk 2002
  • Erstsendung: 16.11.2002 | 51'48

Haben Sie Anregungen oder Ergänzungen zu diesem Eintrag?

Infos zum Hörangebot/FAQ