Originalhörspiel, Kurzhörspiel
Autor/Autorin:
Peter Steinbach
Faß mich ja nicht mehr auf Liebe an
Technische Realisierung: Erhard Hafner, Nita Raudzus, Ingrid Lloyd
Regieassistenz: Burkhard Ax, Michael Bleichenbach
Regie: Klaus Mehrländer
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Arthur Brauss Freddy Hildegard Krekel Elster Gert Haucke Taxisfahrer Gisela Claudius Funkzentralenstimme Harry J. Bong Fahrerstimmen u.a.
Ein Abend im Leben des Taxifahrers Arno: Er steht auf dem Halteplatz
und hängt seinen Konsumträumen nach, da erreicht ihn der Funkspruch,
dass Freddie Grützner, ein stadtbekannter Zuhälter, seiner Dienste
bedarf. Freddie ist Stammkunde und lässt bei seinen nächtlichen
Kontrollfahrten gewöhnlich eine Menge Geld springen. Doch diesmal ist
er schlecht gelaunt. Die Elster, eine seiner Dirnen, ist abgehauen und
hat sich wahrscheinlich mit einem anderen zusammengetan. Gemeinsam
suchen die beiden das Mädchen.
Die großstädtische Halbunterwelt und die durch dieses Milieu
strapazierten Möglichkeiten zum Mitempfinden, das sind die Themen
Peter Steinbachs in diesem Hörspiel.
Einem ähnlichen Thema wendet sich Peter O. Chotjewitz zu, aber aus
anderer Perspektive. Sein Hörstück basiert auf einem tatsächlichen
Geschehen. Auf dem primitiven Matratzenlager unter der Brücke ist die
Leiche der Minjotta, einer Straßendirne, gefunden worden. Chotjewitz
erzählt nun nicht die Geschichte dieser jungen Frau, deren
entscheidende Motive auf diese Weise kaum ins rechte Licht gerückt
werden könnten. Er probiert statt dessen aus, wie die Minjotta zu
ihrem Schicksal gekommen sein und wie es sich vollendet haben könnte.
So entsteht ein Spiel mit Variationen, das nicht zuletzt das von
sozialen Strukturen und moralischen Tabus determinierte Verhältnis der
Menschen untereinander durchleuchtet.
Weitere Informationen
Peter Steinbach, geboren 1938 in Leipzig, schreibt Lyrik, Drehbücher
und Hörspiele.
Peter O. Chotjewitz, geboren 1934 in Berlin, hat zahlreiche Hörspiele
und Romane verfasst.

Produktions- und Sendedaten
- Westdeutscher Rundfunk 1978
- Erstsendung: 21.11.1978 | WDR 2 | 25'18
- Aufnahmeverfahren: Stereo-Kunstkopf