Originalhörspiel, Science Fiction-Hörspiel
Autor/Autorin:
Stewart Farrar
Das Schicksal ist ein Fächer
übersetzt aus dem Englischen
Übersetzung: Uwe Friesel
Technische Realisierung: Friedrich Wilhelm Häfner, Maria Mehrländer
Regieassistenz: Thomas Werner
Regie: Heinz Wilhelm Schwarz
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Michael Thomas Jim Eva Garg Valerie Werner Rundshagen Harry Gerhard Becker Präsident Michael Thomas Alter Jim Eva Garg Alte Valerie
Die Entdeckung eines Feldes, das Zeitreisen ermöglicht, führt zu ethischen Bedenken hinsichtlich der Gefahr willkürlicher Manipulationen der Geschichte.Jim und Valerie arbeiten an der experimentellen Erforschung hochenergetischer Magnetfelder. Dass die "Dicke Berta", wie sie den von ihnen entwickelten Feldgenerator nennen, einen Einfluss auf die Zeit hat, entdecken sie nur zufällig . Natürlich können Jim und Valerie dem Reiz nicht widerstehen, einen Blick in die Zukunft und in die Vergangenheit zu tun. Doch je mehr sie lernen, den Effekt zu beherrschen, um so größer werden ihre Bedenken. Würde nicht jeder noch so kleine Eingriff in die Vergangenheit auch die Gegenwart verändern? Würde nicht jeder Versuch, Kenntnis von der Zukunft zu erlangen, in einem spontanen Feedback die Ursache-WirkungsSpirale außer Kontrolle geraten lassen? Aus Angst vor Mißbrauch beschließen sie, künftig im Geheimen weiterzuarbeiten. Jim begibt sich einige Jahre in die Ve rgangenheit und entfernt einen rostigen Nagel, an dem sich Valerie einst verletzt und von dem sie eine Narbe zurückbehalten hat. Und tatsächlich ist nach Beendigung dieser Aktion von der Narbe nichts mehr zu sehen. Was für eine Narbe? Während der letzte Rest Erinnerung - oder Traum? - verblaßt, werden sie sich vollends ihrer Macht bewußt, die Geschichte nach eigenem Gutdünken umgestalten zu können. Heute ein Nagel, morgen vielleicht die ganze Welt. Wo ist die Grenze? Eine Reise in die Zukunft soll erweisen, ob ihre Erfindung dort unter verantwortungsvoller Kontrolle ist. Was Jim von seinem älteren Ich erfährt, bewegt ihn so, daß er die Vernichtung der Maschine beschließt. Aufgrund der Komplexität des Magnetfeldes ist eine zufällige Wiederentdeckung durch andere praktisch auszuschließen. Mit einer letzten Reise in die Vergangenheit soll Jims und Valeries Interesse von Magnetfeldern auf Laserforschung gelenkt werden. Kaum ist die Entscheidung gefallen, beginnen alle Erinnerungen an das Bisherige so zu verblassen, daß sie sich bald nicht mehr vorstellen können, je mit etwas anderem als mit Lasern gearbeite t zu haben.

Produktions- und Sendedaten
- Westdeutscher Rundfunk 1980
- Erstsendung: 04.11.1980 | WDR 2 | 61'20