Originalhörspiel

Autor/Autorin: Barry Bermange

Sozialhilfe

Social service
übersetzt aus dem Englischen

Übersetzung: Robert Schnorr
Technische Realisierung: Heinz Klein, Ulrike Schwarz
Regieassistenz: Christoph Pragua

Regie: Barry Bermange

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Milo SperberAntragssteller
    Hanne NorbertWitwe
    Lilli DemelBehördenangestellte
    Wolf Kahler
    Ewald Rank
    Sabine Michael
    John Herrington
    Maria Warburg
    Michael Mellinger

Der englische Autor Barry Bermange ist einer jener internationalen Hörspielmacher, die durch ihre experimentelle Arbeit die Grenzen der akustischen Literatur durch exemplarische Hörspiele erweitert haben. Isolation, Entfremdung, Suche nach Kommunikation sind die Themen seiner Stücke. Über "Sozialhilfe" bemerkt Barry Bermange. "Ein Mensch möchte einen Antrag stellen. Welchen Zweck der Antrag hat, wird nicht gesagt, und es ist auch nicht wichtig. Die Antragstellung an sich genügt schon zur Auslösung des Mechanismus, der die Folge von Dialogen, aus denen das Stück besteht, in Gang setzt. Der Antragsteller wird von Stimme zu Stimme weitergeschickt, immer weiter durch die Glieder einer bürokratischen Kette. Das Stück sucht die totale Unfähigkeit von Bürokraten zu illustrieren, die einfache Probleme nach einem sprachlichen Verfahren handhaben, das nur dazu bestimmt ist, zu komplizieren und zu verwirren, einem Verfahren, das uns letzten Endes von der Sozialhilfe aussperrt, auf die wir Recht und Anspruch haben. Für die Produktion ist kein Studio erforderlich. Bei der Realisation wird die natürliche Akustik eines echten Bürogebäudes verwendet. Echte Empfangshallen, echte Büros, echte Telefonanlagen. Der Text dient nur als Produktionsunterlage. Wir gehen mit den Sprechern nach draußen in die Amtsgebäude der englischen Großstadt und lassen den Dialog von "Sozialhilfe" in kraß-realistischem Milieu einsetzen, in dem andere Leute arbeiten. Auf diese Art findet das Thema seine eigene Realität." (Pressetext)

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Westdeutscher Rundfunk 1980
  • Erstsendung: 24.11.1980 | WDR 3 | 64'20

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