Originalhörspiel, Kurzhörspiel

Autor/Autorin: Simon King

Wüstensohn – Hundesohn

Technische Realisierung: Hans Küstermann, Edith Wagner
Regieassistenz: Helmut Holtmann

Regie: Hein Bruehl

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Christian BrücknerLeutnant
    Charles WirthsOberleutnant
    Horst Michael NeutzeHauptmann
    Alois GargScheich
    Wolf SchlammingerBeduine
    Alwin Joachim MeyerGefreiter Schukeir
    Fred HospowskyAbu Dursi
    Gerhard BeckerIsmail
    Reent ReinsOsman
    Michael EversSchäfer Saleh Salman
    Brigitte DrummerMutter 1
    Michaela TrescherTochter Leila
    Josef MeinertzhagenAbu Hatem
    Alois GargGreis
    Annelie JansenMutter 2
    Elsbeth HenrichGroßmutter
    Sylvia DerbichMädchen Fatma
    Carola ZbirovskyFrau

Ein junger Leutnant der syrischen Armee ist direkt von der Militärakademie auf einen Posten im nordöstlichen Grenzland zwischen der türkischen und irakischen Grenze versetzt worden. Sein erster Einsatz ist die Teilnahme an einer Strafexpedition, die sein Hauptmann mit List und unvorstellbarer Brutalität gegen einen beduinischen Schafhirten durchführt, der vor zwei Tagen auf einen Soldatentrupp mit dem Sold für die Grenzposten geschossen hat. Doch es war kein Raubüberfall; der Schafhirte schoss aus Verachtung und Zorn, weil der Gebietsscheich sein Ackerland hatte konfiszieren lassen. "Wüstensohn - Hundesohn" ist das Hörspiel eines in Deutschland lebenden, in diesem Falle unter Pseudonym schreibenden arabischen Journalisten. Der dargestellte Konflikt zwischen Staatsmacht und Beduinenstämmen beruht auf tatsächlichen Begebenheiten. Dabei rückt der Autor den romantischen Vorstellungen vom Beduinen ebenso zu Leibe wie den diskriminierenden Vorurteilen über dieses Nomadenvolk und erschließt so dem Hörer den unmittelbaren Zusammenhang von Landraub, Armut und solidarischen, bis an die Grenze der Selbstzerstörung reichenden Widerstand.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Westdeutscher Rundfunk 1977
  • Erstsendung: 06.06.1977 | WDR 2 | 28'12

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