Originalhörspiel, Kriminalhörspiel
Autor/Autorin:
Ole Henrik Laub
Roskjär war hier
übersetzt aus dem Dänischen
Übersetzung: Heinz Kulas
Technische Realisierung: Erhard Hafner, Ursula Maurach
Regieassistenz: Ulf Becker
Regie: Heinz Wilhelm Schwarz
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Vadim Glowna Roskjär Matthias Ponnier Turf Annemarie Schlaebitz Erna Sabine Postel Susy Harry J. Bong Aksel Heinz Wilhelm Schwarz Stimme
Röskjär, ein kleiner Ladendieb, der bei einem Raubzug ungewollt einen
Menschen erschossen und dafür über fünf Jahre im Gefängnis gesessen
hat, ist ausgebrochen, zusammen mit dem brutalen Ganoven Turf. Während
der Haft hatte ihm Roskjär so viel von seiner Frau Suzy erzählt, dass
Turf neugierig geworden ist. Im gestohlenen Wagen fahren beide nachts
zum Lebensmittelladen von Erna, Suzys Mutter, und während Roskjär
nichts weiter im Sinne hat, als Suzy anzurufen und zu bitten
herzukommen, wird Turf auf seine Weise aktiv; er plündert Ernas Laden
und erpresst mit gezückter Pistole Suzy am Telefon zu kommen, wenn ihr
das Leben ihrer Mutter etwas wert sei. Das Wiedersehen mit Suzy wird
für Roskjär ein böses Erwachen.
Ein Kriminalhörspiel, das die Diskriminierung einmal straffällig
Gewordener zum Thema hat und nach Möglichkeiten einer Resozialisierung
fragt, ohne den Protagonisten große Theorien in den Mund zu legen,
sondern einzig und allein ausgehend von einer spannenden
Krimihandlung. Laubs Hörspiel, 1975 Kandidat des Dänischen Rundfunks
für den "Prix Italia", steht thematisch, wenn auch aus anderer
Perspektive, im Zusammenhang mit dem Dokumentarhörspiel "Verurteilt.
Christa Palms Briefe in den Knast" von Wolfgang Schivver und Charles
Dürr.

Produktions- und Sendedaten
- Westdeutscher Rundfunk 1976
- Erstsendung: 27.10.1976 | WDR 1 | 42'35