Originalhörspiel, Monolog
Autor/Autorin:
Werner Fritsch
Das Rad des Glücks
Technische Realisierung: Rolf Knapp, Birgit Schilling
Regieassistenz: Kirstin Petri
Regie: Norbert Schaeffer
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Christa Berndl
"Meine Kinder ins Feuer gehaut für Deutschland, verstehst! Und ich soll die Wahrheit sagen in Engelszungen. In ihrer wunderschönen Muttersprach? Denen?!" - Die "Zigeuner"-Großmutter Courasch im Altenheim von Waldsassen hat Besuch von ihrer Enkelin. Die Junge bekommt ein Kind, die Alte versucht herauszufinden, wer der Vater ist und beginnt dabei, ihr eigenes Leben aufzurollen. Eine Generationengeschichte der Roma wird offenbar in diesem Selbstporträt einer Frau, die den Nazi-Terror in Auschwitz überlebt, aber schließlich ihre Kinder verloren hat. Mit Stolz und listiger Selbstbehauptung wehrt sie sich noch heute gegen die Demütigungen und Ungerechtigkeiten, die den Roma widerfahren. Und sie geht mit der Selbstzerstörung der jungen Roma durch Drogen ins Gericht. Doch besser ein drogenabhängiger Zigeuner als ein Deutscher soll für sie der Vater des Kindes sein, den die junge Frau eisern verschweigt. Wird ihr die kartenlesende Großmutter noch das "Rad des Glücks" legen können?
Weitere Informationen
Werner Fritsch, geboren 1960 in Waldsassen, wuchs als Bauernsohn in der Oberpfalz auf, studierte und lebte bis 1991 als Autor in München, heute in Berlin. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Hörspielpreis der Kriegsblinden 1992.
In der Hörspieldatenbank veröffentlichte Angaben zu Inhalten und Beteiligten stammen aus historischen Quellen. Deren Wortlaut kann heute als diskriminierend und verletzend empfunden werden.

Produktions- und Sendedaten
- Südwestrundfunk 2003
- Erstsendung: 16.11.2003 | SWR2 | 100'45