Originalhörspiel, Monolog
Autor/Autorin:
Tom Peuckert
Totmann
Komposition: Thomas Leboeg
Technische Realisierung: Peter Avar, Iris König
Regieassistenz: Walter Meierjohann
Regie: Beate Andres
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Christian Berkel Totmann Emma Ludwig Lüsterne Greisin 1 Josephine Schröder-Zebralla Lüsterne Greisin 2 Tobias Blum Lüsterner Greis
Ein junger Mann wird in einer Bank als Geisel genommen und quer durchs Land geschleppt. Der Zivilisationsvorhang öffnet sich, dahinter die Gewalt. Die Gewalt des Verbrechens, aber auch die Gewalt des Zugriffs der Öffentlichkeit. In der Mediengesellschaft wird die Geiselnahme zum öffentlichen Schauspiel. Zur neuen Form eines tragischen Rituals, mit dem die Gesellschaft sich auf unterhaltsame Weise über sich selbst aufklärt. Das Hörspiel "Totmann" ist der Bericht über eine Geiselnahme - abgegeben von der Geisel selbst. Der Monolog als Skizze einer Tragödie. Nur die Figur des Opfers spricht. Seine Bilder, seine Reflexionen, sein Schmerz.
Weitere Informationen
Tom Peuckert, geboren 1962 in Leipzig und dort aufgewachsen, studierte von 1984 bis 1989 Theaterwissenschaft in Berlin. Er inszeniert Theaterstücke und arbeitet als freier Autor für Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen. Er schrieb die Hörspiele "Artaud erinnert sich an Hitler und das Romanische Café" (1997), "Reich in Amerika" (1998), "Die wirkliche Geschichte von Leben und Tod des Entertainers Kurt Meise" (1999), "Nietzsche fährt nach Hause" (2000).

Produktions- und Sendedaten
- Sender Freies Berlin / Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg 2002
- Erstsendung: 03.01.2003 | 30'22
Rezensionen (Auswahl)
- Jochen Meißner: Funk-Korrespondenz. 51. Jahrgang. Nr. 3. 17.01.2003. S. 27.