Hörspiel
Autor/Autorin:
Sivar Arnér
Am dritten Tag
übersetzt aus dem Schwedischen
Übersetzung: Anna-Liese Kornitzky, Hansgeorg Kornitzky
Regie: Gustav Burmester
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Hannes Messemer Elbrus Siegfried Wischnewski Jo Hanns Lothar Natti Hannelore Schroth Dott Werner Hinz Hanko Christian Machalet Ben
Elbrus, ein Mann des Widerstandes, wird beschuldigt, den Diktator erschossen zu haben. Man sperrt ihn, der in dieser Sache ein gutes Gewissen hat, zur Vernehmung in einen Raum, in dem er zu seiner Überraschung unter allerlei Gerümpel auch einen kleinen Sender findet. So kann er einen Appell an die Öffentlichkeit richten – und so können auch wir seine Verhöre miterleben. Die Methoden sind unmenschlich und darauf gerichtet, Elbrus physisch und psychisch zu zermürben. Ein Mitgefangener, der ein Spitzel ist, wird eingeführt. Elbrus erfährt, daß auch seine Frau und sein kleiner Sohn vernommen und gequält wurden, und schließlich wird dieser Sohn sogar zu ihm geführt. Der Höhepunkt ist erreicht, als plötzlich der Diktator selbst eintritt. Er ist dem Attentat keineswegs zum Opfer gefallen, weil er zu der betreffenden Kundgebung einen Doppelgänger geschickt hatte. Nun bekennt er sogar zu wissen, daß Elbrus unschuldig ist; er wollte ihn mit der Untersuchungshaft nur niederringen und seinen Widerstand für die Zukunft endgültig zerschlagen. Dies scheint ihm am Ende auch geglückt. Er ordnet an, Elbrus zu entlassen und den Sender auszuschalten. Denn auch der Sender wurde auf seinen Befehl aufgestellt: das Publikum sollte seine Machtmittel kennenlernen und vor jedem Auflehnungsversuch gewarnt werden.

Produktions- und Sendedaten
- Norddeutscher Rundfunk 1961
- Erstsendung: 10.12.1961 | 57'47