Originalhörspiel
Autor/Autorin:
N. N.
Entlassungen
Drei Hörstücke mit Arbeitsberichten der Werkstatt Tübingen
Mit einer Einleitung von Paul Schallück
Regie: Nicht bekannt
"Der Werkkreis Literatur der Arbeitswelt ist eine Vereinigung von
Arbeitern und Angestellten, die in örtlichen Werkstätten mit
Schriftstellern, Journalisten und Wissenschaftlern zusammen arbeiten.
Seine Aufgabe ist die Darstellung der Situation abhängig Arbeitender,
vornehmlich mit sprachlichen Mitteln. Auf diese Weise versucht der
Werkkreis, die menschlichen und material-technischen Probleme der
Arbeitswelt als gesellschaftliche bewusst zu machen. Er will dazu
beitragen, die gesellschaftlichen Verhältnisse im Interesse der
Arbeitenden zu verändern." (Aus dem Programm des Werkkreises vom 7.
März 1970).
Die Aktivitäten der Werkstatt Tübingen gehen in verschiedene
Richtungen:
Zum einen Basisarbeit, das sind Lehrlingszeitung, Diskussionen mit
Jungarbeitern, Schulung, zum anderen Versuche von Medien-Arbeit für
Rundfunk und Fernsehen sowie für die Tagespresse. Das hier in
Hörstücken dargestellte Thema Entlassung, das unter drei Aspekten
beleuchtet werden soll, ist nur ein Thema unter vielen aus der
Arbeitswelt, Themen die z.B. von der bürgerlichen Literatur bisher
kaum beachtet wurden. Entlassung wird in unserer Gesellschaft
weitgehend als individuelles Problem gesehen und behandelt. Die
Werkstatt Tübingen versucht mit ihren Hörstücken den
gesellschaftlichen Zusammenhang zwischen Entlassung und Krise
aufzuzeigen.
Die Hörstücke "Entlassungen" werden von der Werkstatt Tübingen selbst
realisiert.

Produktions- und Sendedaten
- Westdeutscher Rundfunk 1971
- Erstsendung: 08.06.1972 | WDR 3 | 50'20