Originalhörspiel, Dokumentarhörspiel
Autor/Autorin:
Hans Häußler, Heinz Nickel
Einbruch
Technische Realisierung: Heinz Klein, Maria Mehrländer
Regieassistenz: Georg K. Berres
Regie: Dieter Carls
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Hans Häußler Autor Gert Haucke N. Rudolf Jürgen Bartsch Richter Robert Seibert Staatsanwalt Ferdinand Muth Nachtwächter Alf Marholm 1. Sprecher Gerd Braasch 2. Sprecher Bodo Wieneke 3. Sprecher Josef Meinertzhagen Gutachter Ricarda Benndorf Rechtsanwältin Ingeborg Schlegel Mutter Curt Bock Gerichtshelfer Alwin Joachim Meyer Kriminalhauptwachtmeister Michael Thomas Soziale Gerichtshilfe Günter Dybus Reporter Heinz Schacht Vater
Die Beherrschung eines Tricks, der es dem Serieneinbrecher Heinz N. möglich machte, jedes Türschloß in Sekundenschnelle zu knacken, hat ihm den Namen "Schloßgespenst" eingebracht und eine sensationsheischende Berichterstattung in der Presse ausgelöst.
Ergebnis waren die Demonstrationen eines spektakulären Falles und die vordergründigen Schilderung einer "Tätergeschichte". Der Autor Hans Häussler geht in seinem dokumentarischen Hörspiel einen anderen Weg: ausgehend vom Prozess des Heinz N. in Berlin-Moabit, rekonstruiert er das Leben des Angeklagten, sucht nach den Motiven für sein Tun. Reden, Fragen und Antworten aller Prozessbeteiligten und vor allem intensive Gespräche zwischen dem Autor und Heinz N. selbst liefern dabei ein Täterbild, in dem besonders der Widerspruch zwischen der äußerlich asozialen "Kriminalität" den Angeklagten und seiner traumatisch- psychologisch bedingten "Süchtigkeit" deutlich wird. (Pressetext)
Weitere Informationen
Hans Häussler, geboren 1931 in Berlin, schreibt Lyrik und Prosa; er ist Autor zahlreicher Reportagen, Fernsehspiele und Hörbilder. Außerdem arbeitete er als Dozent in sozial-therapeutischen Einrichtungen Berliner Strafanstalten und ist jetzt in ähnlichen Einrichtungen des schulischen Bereiches tätig.

Produktions- und Sendedaten
- Westdeutscher Rundfunk 1979
- Erstsendung: 06.05.1979 | WDR 2 | 95'35