Ars acustica
Autor/Autorin:
Ultra Red
Oconomy
Komposition: Ultra Red
Dramaturgie: Manfred Hess
Regie: Ultra Red
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Elisabeth Blaney Pablo Garcia Dont Rhine Leonardo Vilchis
Ultra Red wurde 1994 in Los Angeles gegründet und gilt als eine der interessantesten US-amerikanischen Audio-Art-Gruppen. Ihre Straßenaktionen, Performances, Installationen und CDs erforschen den akustischen Raum als eine Äußerung sozialer Strukturen und überschreiten somit die Konventionen gewöhnlicher elektroakustischer und Ambient-Musik. So realisierte die Gruppe Projekte über Drogen, Prostitution, öffentliches Wohnen und über die Probleme der Globalisierung. Ihr hr-Hörspiel "Trabajo y Días" aus dem Jahr 2002 war der erste Versuch, ihre Arbeitsweise für die akustische Kunst im Radio zu erproben. In ihrem Remix-Hörstück "Oconomy" setzt sich Ultra Red erneut mit der derzeitigen ökonomischen Krise auseinander, und zwar im Kontext von Irakkrieg, illegaler Immigration und Prostitution. Das Stück besteht aus sechs Takes, deren Grundlage O-Ton-Aufnahmen aus Frankfurt am Main sind. Sie wurden im Rotlichtviertel, in der Straßenbahnlinie 11 und am Frankfurter Flughafen bei einer Demostration anlässlich des von den Vereinten Nation initiierten "Tages für Menschenrechte" im Jahr 2001 erstellt. Zwischen Soundscape , elektroakustischer Komposition und Theoriediskursen angesiedelt, ist das Stück ein ungewöhnlicher Ansatz neuer politischer Avantgardekunst aus den USA, dem nicht unbedingt zuzustimmen ist, der aber zur Diskussion gestellt werden soll.

Produktions- und Sendedaten
- Hessischer Rundfunk 2004
- Erstsendung: 17.04.2004 | 47'47