Originalhörspiel, Science Fiction-Hörspiel, Mundarthörspiel

Autor/Autorin: Friedrich Hans Schaefer

Petra DNS 12/2000

Technische Realisierung: Ingrid Beckmann, Birgit Thoerl
Regieassistenz: Jutta Zech

Regie: Hans-Jürgen Ott

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Gerlind RosenbuschAndrea
    Siemen RühaakJoost
    Brigitte Alexis
    Christine Brandt
    Almut Sandstede
    Rolf Bohnsack
    Jens Werner Fritsch
    Klaus Granzow
    Helmut Kröger
    Hermann Otto
    Hanno Thurau

Durch Manipulationen am Erbgut soll der Mensch dem technischen Fortschritt und der Umweltvergiftung angepaßt werden. Das neue Chemiewerk sorgt für Aufregung. Die Studentin Andrea fordert, die Produktionsbedingungen den Bedürfnissen der Menschen anzupassen und nicht umgekehrt. Während sie vergeblich versucht, den Bauern die Bedrohung bewußt zu machen, trifft sie auf den Biochemiker Ted Baxton, der gleichfalls die Gesellschaft verändern will, wenn auch mit tauglicheren Mitteln als mit Dialektik und Agitation. Auch er arbeitet an der Basis, aber Ziel seiner Veränderung ist die Erbsubstanz selbst. Der Mensch sei von Natur aus eine Fehlkonstruktion und viel zu anfällig gegen die technische Umwelt. Er müsse endlich so verändert werden, daß er wieder in Harmonie mit seiner Umgebung leben könne. Andrea ist von Baxtons Ideen fasziniert. Sie trennt sich von ihrem Freund und zieht ganz zu ihm. Nicht lange, und sie bekommt ein Kind, das nach Baxtons Vorstellungen eine besondere Rolle spielen soll. Mit seinem Projekt PETRA ist es Baxton gelungen, das Erbgut von Ungeborenen gezielt aufzubessern. Schon einmal habe eine Anzahl Leihmütter gegen gute Bezahlung von ihm manipulierte Embryonen ausgetragen, und die auf diese Weise zur Welt Gekommenen seien heute für die chemische Industrie tätig, immun gegen Krebs und glücklich, weil optimal den Produktionserfordernissen angepaßt. Die Industrie habe sich tief beeindruckt gezeigt, der ganze Ärger mit den Gewerkschaften werde bald der Vergangenheit angehören. Andreas Kind aber soll von allen seinen Modellen das beste werden, der Prototyp des neuen Menschen, der Chlorgas ebenso vertragen werde wie Wasser, in dem keine Fische mehr leben können. Wäre es wirklich solch ein Verlust, wenn es keine Fische, Adler oder Sumpfdotterblumen mehr gäbe? Die Saurier seien auch ausgestorben, dennoch habe der Mensch überlebt, und er werde auch in Zukunft leben. Andrea freilich hat sich längst besonnen und den Kontakt zu Baxton abgebrochen. Und ihrer Petra die Chance gegeben, unkorrigiert das Licht dieser Welt zu erblicken.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Radio Bremen / Norddeutscher Rundfunk
  • Erstsendung: 23.03.1981 | 68'30

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