Originalhörspiel, Kinderhörspiel, Science Fiction-Hörspiel

Autor/Autorin: Jürgen Wittershagen

Opa ist einfach Zucker

Technische Realisierung: Peter Jochum, Gisela Keiper

Regie: Gisela Corves

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Heinrich SauerOpa Brösel
    Stefan VieringVater Brösel
    Ursula LilligMutter Brösel
    Sabine SumeraTorina
    Wolfgang SievertMerlin
    Hans-Joachim HeistRobbi
    Gebhard EgidiPolizeiroboter/Sanitätsroboter

Zwei Kinder überführen den eigenen Großvater bei einem Verstoß gegen das gesetzliche Süßwarenverbot. Opa Brösel ist mit seinen 180 Jahren noch ganz schön aktiv, bringt Robbi, dem klapprigen Haushaltsroboter, alte Schlager bei und schwärmt von der guten alten Zeit, als es noch Bonbons gab, als wüßte er nicht, daß den Menschen früher deshalb die Zähne ausgefallen sind. Auf den technischen Fortschritt pfeift er, weil er nichts davon hält, sich alle Arbeiten von Automaten abnehmen zu lassen und obendrein auf all die kleinen Vergnügungen verzichten zu müssen. Seine Urururenkel Torina und Merlin staunen nicht schlecht, als sie herausfinden, daß er im Keller heimlich Drops und Karamellen fabriziert. Opa also ist der langgesuchte Täter, der die gefährlichen Süßigkeiten trotz strengen Verbots herstellt und in Umlauf bringt. Damit ihn Robbi nicht verrät, hat er ihn mit Extrarationen Maschinenöl bestochen. Vater Brösel, Abteilungsleiter im Amt für öffentliche Enthaltsamkeit, ist seit zwei Jahren nicht mehr befördert worden, weil es ihm noch immer nicht gelungen ist, dem Bonbonfrevler das Handwerk zu legen. Jetzt soll ihm in einer Großfahndung eine Falle gestellt werden. Aber Opa muß Verdacht geschöpft haben, denn er schickt den Haushaltsroboter, um die heiße Ware abzusetzen. Robbi wird von einem Polizeiroboter gestellt, läßt aber die Tüte stehen, so daß Torina und Merlin zum ersten Mal in ihrem Leben in den Genuß von Bonbons kommen. Opa Brösel, der seine Tat nun nicht länger abstreiten kann, berichtet, wie vor sechzig Jahren alles mit einem Bundeskanzler begonnen hatte, der wegen seines Gebisses so nuschelte, daß niemand seine Reden verstand. Weil er nicht zugeben wollte, daß er sich früher nie die Zähne geputzt hatte, schob er alles auf die Bonbons, die er als Kind genascht hatte, und ließ kurzerhand alle Süßigkeiten verbieten. Was aber muß das für eine Obrigkeit sein, die ihre Mitbürger mit solch dämlichen Gesetzen hinters Licht führt! Und das sieht am Ende sogar Vater Brösel ein.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Hessischer Rundfunk 1981
  • Erstsendung: 15.02.1981 | 34'23

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