Hörspielbearbeitung

Autor/Autorin: Tom Peuckert

Dionysos Deutschland

Vorlage: Dionysos Deutschland (Theaterstück)
Komposition: Henrik Meyer-Bruch
Technische Realisierung: Rudi Stückrath, Matthias Fischenich
Regieassistenz: Ariane Skupch

Regie: Leonhard Koppelmann

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/Sprecherin
    Lucas Gregorovicz
    Matthias Haase
    Burghart Klaußner
    Rudolf Kowalski
    Jochen Kolenda
    Simon Roden

Gladbeck, Heldrungen und Erfurt. Tom Peuckert taucht in seinem Hörspiel in deutsche Amoklandschaften ab. Ein philosophierendes, dramatisch aufgeladenes Statement über unsere Gesellschaft. In drei Episoden schildern Täter und Opfer ihre Eindrücke und Beweggründe. Der imaginierte wahnsinnige Sturzbach von Überlegungen, die zur Amoktat von Erfurt geführt haben mögen. Der doppelte Monolog des einsamen, nichts ahnenden Wanderers und des sich für einen Auserwählten haltenden Polizisten kurz vor dem Todesschuss. Der schmerzgetrübte Monolog einer Geisel, die quer durch Deutschland verschleppt wird: Die Paranoia der Gewalthandlung wird zerlegt in die Miniaturbruchstücke, aus denen sie sich zusammengeballt hat. Das Verfahren zwingt dem Hörer ein Verständnis ab, das nicht die Tat und nicht den Täter entlastet, sondern das eigene Bewusstsein in eine bedrohliche Affinität zu der motivierenden Befindlichkeit lockt.

Weitere Informationen
Tom Peuckert, geboren 1962 in Leipzig, studierte Theaterwissenschaft und lebt als Autor, Theaterregisseur und Dramaturg in Berlin. Der WDR produzierte zuletzt sein Hörspiel "Süßes Gift" (2002).

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Westdeutscher Rundfunk 2005
  • Erstsendung: 07.12.2005 | WDR 3 | 22:00 Uhr | 58'55

Rezensionen (Auswahl)

  • Norbert Schachtsiek-Freitag: Funk-Korrespondenz. 53. Jahrgang. Nr. 49. 09.12.2005. S. 28.

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