Originalhörspiel, Monolog

Autor/Autorin: Werner Fritsch

Überall brennt ein schönes Licht

Komposition: Peter Kaizar
Technische Realisierung: Gerhard Wieser, Herta Werner
Regieassistenz: Fritz Oberhofer

Regie: Götz Fritsch

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Peter SimonischekWenzel

    Musik: Anton Burger (Violine; Viola; Violoncello; Maultrommel; Mundharmonika), Georg Graf (Flöte; Sopransaxophon; Schalmei; Bassklarinette), Patrice Héral (Percussion), Georg Mittermayr (Krummhorn), Peter Kaizar (Cembalo; Synthesizer; Sampler; E-Gitarre; Monochord; Konzertina; Rabab; Tanbur (Langhalslaute); Singende Säge)

"Das sind die Gewitter in der Natur, wo eintreten. Mit dem Donnerhall und dem Blitz - Wenn das Gewitter kommen will, dann kommt es. Da hilft kein Beten und kein Kreuzmachen - Und der Tod - ein Muttergotteskuss ist es. Wo wegnimmt den Atem von einem. Wie Wind in den Linden. Und ist doch wie Leben. Und eines Tages bin auch ich. Irgendmal unter Cherubim." Der so spricht, ist ein über achtzigjähriger Bauernknecht. Wenzel (Peter Simonischek). Geboren in Waldsassen. Werner Fritsch erzählt das Leben eines Menschen in alltäglichen und oft auch traurigen Geschichten, die archaisch und ungewöhnlich anmuten. Geschichten, die von einer Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg berichten, fast bis heute, Geschichten von einem Menschen, der unglaubliche Härten erträgt, sie hinnimmt, auf fast wunderliche Weise eingefügt in eine höhere, metaphysische Ordnung.

Weitere Informationen
Werner Fritsch, geboren 1960 in Waldsassen, Oberpfalz, wurde für die Erzählung "Cherubim" mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis sowie dem Robert-Walser-Preis ausgezeichnet. Sein Hörspiel "Sense" erhielt 1993 den Hörspielpreis der Kriegsblinden. Werner Fritsch, der Germanistik, Völkerkunde und Philosophie in München studiert hat, lebt in Hendelmühle und Berlin und ist neben seiner Autoren- und Regiearbeit auch als Hochschuldozent tätig. Zahlreiche seiner Texte wurden Vorlagen für Opernlibretti (u.a. "Sense", "Isis", "Gründgens").

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Westdeutscher Rundfunk / Österreichischer Rundfunk 2005
  • Erstsendung: 24.08.2005 | WDR 3 | 22:00 Uhr | 59'41

Auszeichnungen

  • Zonser Hörspielpreis 2006 (2. Platz)

Rezensionen (Auswahl)

  • Stefan Fischer: Süddeutsche Zeitung. 24.08.2005. S. 15. - Norbert Schachtsiek-Freitag: Funk-Korrespondenz. 53. Jahrgang. Nr. 35. 02.09.2005. S. 28.

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