Originalhörspiel
Autor/Autorin:
Thilo Reffert
Tom und die anderen
Technische Realisierung: Jürgen Glosemeyer, Mechthild Austermann
Regieassistenz: Christian Kosfeld
Regie: Susanne Krings
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Christoph Luser Tom Oliver Brod Ole Anja Herden Clara Claude De Demo Andrea Lisa Dommerfeldt Enn Rainer Homann Günther Manuela Alphons Freesen Martin Bross Piet Alexander Wipprecht Uli Alexandra-Marisa Wilcke Doris Thomas Anzenhofer Manfred Wolfgang Rüter Jürgen Angelika Bartsch Waltraud Peer Augustinski Krüger Axel Strohmeyer Mann Susanne Pätzold Frau Renier Baaken Reporter Christian Schramm Herakles Hanns Jörg Krumpholz Augias Hannelore Lübeck Charlotte Sigrid Burkholder Sabine Max von der Groeben Kevin Philipp Schepmann Psychologe Caroline Schreiber Rosemarie Peter Nottmeier Erwin
"Tom heiß ich, werd dreißig, bewerbe mich fleißig - das reimt sich, das weiß ich." Auch Hobby-Rapper werden arbeitslos - aber nicht humorlos. Bewerbungen, Lebensläufe, Arbeitssuche, Glückssuche - ein Spiel mit wechselnden Partnern. Mit Günther zum Beispiel. Die Halle 3 der HBK-Werke, bei denen er (noch) arbeitet, ist schon ausgeräumt und demontiert ("alles neu, noch kein Jahr alt"), aber Günther hat seine Arbeitszeit gut genutzt: Er hat eine 17-seitige Klageschrift gegen seine drohende Kündigung verfasst und spielt gleichzeitig den Ankläger, den Vertreter der Firma und die Öffentlichkeit in diesem fiktiven Prozess. Er spielt gegen Tom, der in dem grotesken Verfahren den knallharten Personalchef gibt. Elena, die Polin an der Bügelmaschine, hat in diesem Spiel keine Chance, denn gebügelt wird nur, was ihre Kollegin Waltraud vorher näht. Aber genäht wird längst woanders. Waltraud setzt alle Hoffnungen in ihren Sohn Steven. Dessen Lehrerin hängt aber schon bei Erwin in der Kneipe, wo auch Stevens Vater die Welt vergisst. Short Cuts aus der bunten Welt der Arbeitslosigkeit, weit jenseits von Hartz IV.
Weitere Informationen
Thilo Reffert, geboren 1970 in Magdeburg, arbeitet als Dramaturg und freier Autor in Berlin. Er schrieb zahlreiche Theaterstücke und Hörspiele. Für "Evariste Galois" erhielt er 2003 den Autorenpreis der Theaterverleger beim Heidelberger Stückemarkt. Der WDR produzierte zuletzt sein Hörspiel "Zett" (2004).

Produktions- und Sendedaten
- Westdeutscher Rundfunk 2005
- Erstsendung: 27.02.2005 | WDR 5 | 17:00 Uhr | 47'15
Rezensionen (Auswahl)
- Jochen Meißner: Funk-Korrespondenz. 53. Jahrgang. Nr. 9. 04.03.2005. S. 29f.