Hörspielbearbeitung, Monolog

Autor/Autorin: Rahel Varnhagen von Ense

Rahel – Die Reise nach Frankfurt

Vorlage: Briefe (Prosa)
Bearbeitung (Wort): Dietmar Schings
Dramaturgie: Peter Liermann
Technische Realisierung: Martha Seeberger, Julia Kümmel

Regie: Irene Schuck

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Margrit CarlsRahel Varnhagen

Zeit ihres Lebens ist Rahel Varnhagen (1771-1833) eine glühende Goethe-Verehrerin. Im Sommer 1815 reist sie von Wien nach Frankfurt am Main. Geplant ist, dass sie ihrem Mann nach Paris folgt, wo nach dem endgültigen Sieg über Napoleon der Friedensvertrag ausgehandelt wird. Bevor Rahel die Reise antritt, erfährt sie, dass Goethe sich in Frankfurt aufhält. Von diesem Augenblick an lässt sie der Gedanke an eine Begegnung mit ihm nicht mehr los. Tatsächlich kommt es in Frankfurt zu zwei Begegnungen zwischen Rahel und Goethe. Beide Male aber wird Rahel davon wie von einem Blitz aus heiterem Himmel überrascht, beide Male grenzt es ans Bizarre, wie sich die Begegnungen abspielen. Das Hörspiel bündelt Rahels Briefe aus dieser Zeit zu einem großen Monolog. In ihm spiegeln sich auf vielfältige Weise die unterschiedlichen Facetten einer der faszinierendsten Frauengestalten der deutschen Romantik. Hellwach beobachtet Rahel sich selbst und die Wirklichkeit, in der sie lebt. Fühlen und Denken sind für sie eins. Von Kritik bleibt auch Goethe nicht verschont. Zu ihrer eigenen Bestürzung sieht Rahel sich ihm mit einem Mal feindlich gesonnen. Davon unberührt aber sind die Beschreibungen, die sie von ihren beiden Begegnungen mit Goethe gibt: szenische Bravourstücke, die es in sich haben.

Weitere Informationen
Dietmar Schings, geboren 1939 in Bremen, studierte Literatur- und Theaterwissenschaft in Berlin und Paris. Nach der Promotion war er Hörfunkredakteur und dann Fernsehdramaturg. Seit 1999 ist er freier Publizist. Er veröffentlichte vor allem Texte zur Kunst und Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. Dietmar Schings lebt in Bad Vilbel.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Hessischer Rundfunk 2004
  • Erstsendung: 13.03.2005 | hr2 | 14:05 Uhr | 50'28

Rezensionen (Auswahl)

  • Waldemar Schmid: Funk-Korrespondenz. 53. Jahrgang. Nr. 16. 22.04.2005. S. 35.

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