Hörspielbearbeitung

Autor/Autorin: Jules Renard

Sonntags auf dem Lande

Vorlage: Die Bigotte (Theaterstück , französisch)
Übersetzung: Heinz von Cramer
Bearbeitung (Wort): Heinz von Cramer
Dramaturgie: Peter Liermann
Technische Realisierung: Martha Seeberger, André Bouchareb
Regieassistenz: Corinna Tertel

Regie: Heinz von Cramer

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Reinhart FirchowMonsieur Lepic
    Donata HöfferMadame Lepic
    Thomas HatzmannFelix Lepic
    Eva-Maria SalcherHenriette Lepic
    Ruth Maria KrögerMadeleine
    Philipp SchepmannPaul Roland
    Irm HermannMadame Bache
    Sylvia HeidDie alte Honorine
    Eva MieDas kleine Dienstmädchen
    Matthias KoeberlinDer Gemeindepfarrer

Ein typischer Sonntag auf dem Lande, Mittagessen bei den Lepics. Zu Tisch sitzen Monsieur und Madame Lepic, die Kinder Felix und Henriette. Monsieur macht aus seiner Abneigung gegen die Kirche keinen Hehl - was Madame ein wenig verstimmt, schließlich weiß sie um Bedeutung und Wichtigkeit dieser heiligen Institution, und um die des jungen Gemeindepfarrers. Für den Nachmittag kündigt sich der junge Paul Roland zusammen mit seiner Tante an. Paul bittet Monsieur Lepic um die Hand seiner Tochter Henriette. Kurz und bündig stimmt Monsieur Pauls Ansinnen zu. Dieser ist über das leidenschaftslose, fast kalte Einverständnis höchst irritiert. Mit bemerkenswerter Offenheit gesteht ihm nun Monsieur ein Geheimnis, das Monsieurs ebenso klare wie illusionslose Sicht der Dinge verdeutlicht - wie auch Madames Bigotterie ...

Weitere Informationen
Jules Renard (1864-1910) starb bereits im Alter von 46 Jahren und hat kein allzu umfangreiches Werk hinterlassen. Es besteht aus einigen Romanen, aus Theaterstücken, die zum Teil Bühnenfassungen dieser Romane sind, aus wenigen literaturkritischen Arbeiten und aus einem Tagebuch, das die Jahre 1887 bis 1910 umfasst. Und doch ist sein so prägnanter wie reduzierter Stil unnachahmlich geblieben und hat Autoren wie Proust, Gide, Sartre, Hoffmannsthal und Tucholsky beeindruckt. "Von dem, was er da so hingekritzelt hat, könnten andere leben", war Tucholskys Kommentar und Catulle Mèndes vergleicht Renard mit einem japanischen Meister: "Reif geworden, bringt er den Höhepunkt seiner Kunst durch die sparsamsten Mittel zum Ausdruck."

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Hessischer Rundfunk 2005
  • Erstsendung: 03.07.2005 | hr2 | 14:05 Uhr | 67'37

Rezensionen (Auswahl)

  • Markus Collalti: Funk-Korrespondenz. 53. Jahrgang. Nr. 26. 01.07.2005. S. 25f.

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