Originalhörspiel

Autor/Autorin: Monika Helfer

Lady, Kommen Sie, ich werde Sie erlösen

Komposition: Peter Kaizar, João de Bruçó
Technische Realisierung: Werner Herta, Stefan Wirtitsch
Regieassistenz: Ursula Scheidle

Regie: Götz Fritsch

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Andrea ClausenErzählerin
    Helmut BergerMann/Fahrer/Verkäufer
    Brigitte KarnerZigeunerin/Heilige
    Jaschka LämmertDas winzige Fräulein/Frau der Putzkolonne
    Marcelo RamosKellner/Fotograf/Kubaner
    João de BruçóVerlobter

"Ich kam vom Friedhof, auf dem unsere Kleine begraben liegt. am Grabkreuz hängt ein Foto, auf dem sie eine Zigarette raucht. Sie ist die einzige Raucherin auf dem Friedhof. Das hätte ihr gefallen." Monika Helfer erzählt in ihrem Hörspiel vom Versuch, über den Tod eines Kindes hinwegzukommen. Jede Alltagsbeobachtung ist für die Ich-Erzählerin eine neuerliche Spur zur eigenen Trauer. Schließlich fliegt sie nach Havanna, um Abstand zu gewinnen. Der Chauffeur eines kubanischen Fahrradtaxis wird dort nicht nur zu ihrem Begleiter in die Totenstadt, sondern auch zu ihrem Führer auf einer geheimnisvollen Reise zwischen dem Diesseits und dem Jenseits, zwischen Traum und Wirklichkeit.

Weitere Informationen
Monika Helfer, geboren 1947 in Au im Bregenzerwald, lebt heute in Vorarlberg. Sie schreibt Erzählungen und Romane, u.a. "Die wilden Kinder", "Mulo", "Ich lieb Dich überhaupt nicht mehr", "Der Neffe", "Oskar und Lilli" (in der Hörspielfassung "Hörspiel des Jahres 1994" in Österreich), "Wenn der Bräutigam kommt" und "Mein Mörder". Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Robert-Musil-Stipendium. Helfer ist auch Autorin mehrerer Hörspiele, zuletzt produzierte der ORF "Niemand hat es gesehen" (2002). "Wahrscheinlich hätte ich nie mit dem Schreiben begonnen, wäre meine Mutter nicht gestorben, als ich sie noch dringend brauchte. Ich war elf Jahre alt. Ich schrieb mit einem blauen Kuli, der schmierte und abfärbte, in ein linierte Heft ..."

In der Hörspieldatenbank veröffentlichte Angaben zu Inhalten und Beteiligten stammen aus historischen Quellen. Deren Wortlaut kann heute als diskriminierend und verletzend empfunden werden.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Österreichischer Rundfunk / Deutschlandradio 2006
  • Erstsendung: 17.06.2006 | 1 | 35'41
  • Deutsche Erstsendung: 05.07.2006 | Deutschlandradio Kultur | 35'41

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