Originalhörspiel

Autor/Autorin: Peter Schünemann

Kontur einer Botschaft

Funkerzählung

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/Sprecherin
    Kurt Lieck
    Lilly Towska
    Peter Lieck
    Marius Müller-Westernhagen

Ein Mann namens Jonas erfährt vom Tode seines Vaters - anhand eines "unzustellbar" zurückerhaltenen Briefes, den er selbst geschrieben hat, schreibt oder schreiben wollte. Erinnerungen an vergangene Lebensmomente, zurückliegende Ereignisse werden in ihm wach - werden in gedanklicher Reproduktion mit zur Gegenwart - Bilder und Fakten von damals tauchen auf - Vater, Mutter, der jüngere Bruder Michael, der von den Eltern vorgezogen schien und den er insgeheim beneidete - sie wechseln und vermischen sich mit Gegenwärtigem - mit den Stimmen seiner alltäglichen Umwelt - Gefühle irgendeiner Schuld gegenüber den Eltern, speziell eines eventuellen Mitverschuldens an Michaels Tod im Lager beschäftigen ihn - seit langem schon hat er dem Vater sein Verhalten erklären, sich rechtfertigen wollen, an den Verstorbenen - zumindest in Gedanken den Entwurf einer Botschaft; nicht so sehr eine Mitteilung, als vielmehr die innerliche Entknotung des eigenen Gefühlsbündels. Schünemann vermeidet eine räumlich und zeitlich präzise Schilderung chronologisch geordneter Tatbestände - "Irgendwannfragmente sind es; "Schuld-Gefühl-Klärung" - er bietet auch keine Lösungen an, nur mögliche Konturen einer imaginären Botschaft - "... Jonas schreibt einen Brief und findet einen Papierkorb vor, in dem er wühlt, wühlt ..."

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Deutschlandfunk
  • Erstsendung: 16.03.1966 | 34'08

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