Originalhörspiel

Autor/Autorin: Gust Glasner

Noch ehe der Morgen graut

Komposition: Johannes Aschenbrenner
Redaktion: Heinz Schwitzke
Technische Realisierung: Wilhelm Hagelberg, Renate Marschütz, Waltraut Reichert
Regieassistenz: Jutta Zech

Regie: Gerlach Fiedler

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Hans MahnkeSoldat Funtak
    Uwe-Jens PapeSoldat Horsky
    Dieter BorscheHauptmann
    Wolfgang WahlKorporal
    Max Zawislak
    Cornelius Schnauber
    Ernst Günter Tange

Die - mindestens im Negativen - phantastische Erfindung des "Eisernen Vorhangs", die Zweiteilung der bewohnten Erde durch Stacheldraht und Todesstreifen, die - je nach Blickwinkel - Einsperrung oder Aussperrung, jedenfalls Absperrung der Menschen voneinander kommt in diesem Erstlingshörspiel eines noch unbekannten österreichischen Schriftstellers auf erregende Weise zum Ausdruck. 

Ort des Geschehens ist einer der vielen Wachtürme an den Grenzen zwischen totalitär regierten Staaten und benachbarten Demokratien. Daß diese Wachtürme jenseits und nicht diesseits der Grenze stehen, ist seit den Tagen des Aufstands in Ungarn und seitdem ein Stacheldrahtzaun quer durch Deutschland gezogen wurde jedem bekannt. In Glasners Hörspiel geraten im Laufe einer einzigen Nacht vier Menschen auf so einem Wachturm (wohl gegenüber der österreichischen Ostgrenze) aneinander: ein Offizier, ein Sergeant, ein alter Funktionär und ein junger Soldat, der dorthin geschickt wurde, um sich in der Praxis zu bewähren. In dieser Nacht entscheiden sich für einen von den vieren gegenwärtiges und zukünftiges Leben, und zwar noch ehe der Morgen graut. (Historische Pressetexte)

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Norddeutscher Rundfunk 1960
  • Erstsendung: 27.03.1960 | NDR 2 | 59'52

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