Originalhörspiel, Kurzhörspiel
Autor/Autorin:
Wolfgang Weyrauch
Lebenslauf
Redaktion: Heinz Schwitzke
Technische Realisierung: Erich Matthias, Ingrid Traeger, Evelyn Seeliger
Regieassistenz: Willy Lamster
Regie: Otto Düben
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Paul-Albert Krumm Buckel/Buckel als Kind Joana Maria Gorvin Tote Frau Peter Lehmbrock 1. Turmbesucher Werner Schumacher 2. Turmbesucher Ursela Monn Mädchen Regine Lamster Mädchen Susanne Schäfer Mädchen Dörthe Werneberg Mädchen Jens Weiser Schüler Michael Harck Schüler Joachim Struss Schüler
Der bucklige Gemischtwarenhändler Buckel besteigt einen zehnstöckigen Aussichtsturm mit der Absicht, sich hinabzustürzen. Während seines Aufstiegs memoriert er von Stockwerk zu Stockwerk die Geschichte seines Lebens: Kindheit, Schulzeit und Ehe. Erkenntnisse und Reflexionen, irreale und reale Szenen sowie Gespräche mit dem Flattergeist seiner toten Frau vermischen sich. Was er als einen Akt der Selbstbefreiung vorhat, der Selbstmord, mißlingt schließlich. Zwar springt Buckel, aber er stirbt nicht, denn er kann nichts, nicht einmal sterben, nur krumm gehen, schief gehen. „Es war nichts los“ – diese Erkenntnis Buckels steht am Ende seines durchaus gleichnishaft zu verstehenden „Lebenslaufes“.

Produktions- und Sendedaten
- Norddeutscher Rundfunk 1971
- Erstsendung: 25.05.1971 | 22'03