Hörspielbearbeitung
Autor/Autorin:
August Strindberg
Ostern
Vorlage: Ostern (Schauspiel)
Bearbeitung (Wort): N. N.
Regie: Karl Peter Biltz
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Lieselotte Bellert Eleonore Hans-Joachim Binkowski Benjamin Ursula Zache Frau Heyst Hans Goguel Lindquist Rudolf Bechmann Elis
Das Stück spielt zwischen Gründonnerstag und Ostersamstag. Die in Not geratene Familie Heyst sucht mit ihrem Schicksal fertig zu werden: Der Vater sitzt wegen Unterschlagung im Gefängnis, die debile Tochter Eleonore wird des Blumendiebstahls bezichtigt, der als Schüler ins Haus aufgenommene Benjamin ist in der Prüfung durchgefallen, und der Gläubiger Lindquist will das Haus pfänden lassen. Elis, der hart als Lehrer arbeitet, um die Schuld des Vaters wiedergutzumachen, ist moralisch gebrochen, weil ihm von allen Seiten ein Schuldbewußtsein aufgedrängt wird. Die Leidenspassion der Familie ist zu Ende, als Lindquist die Schuld streicht, der Diebstahl der Blume sich als falsche Beschuldigung aufklärt und Elis sich mit seiner Braut versöhnt. Die geistig zurückgebliebene Eleonora, der Mittelpunkt des Stücks, verkörpert Güte und Wahrheit und zieht stellvertretend die Leiden der anderen auf sich, entsprechend der Osterbotschaft des Evangeliums (s. Kindlers Literaturlexikon).

Produktions- und Sendedaten
- Südwestfunk
- Erstsendung: 23.04.1946
In keiner ARD-Rundfunkanstalt verfügbar