Originalhörspiel, Kurzhörspiel

Autor/Autorin: Heinrich Weis

Der Hügel der Gewesenen

Regie: Nicht bekannt

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/Sprecherin
    Nicht bekannt

In ein seltsames Zwischenreich, in welchem sich die wirklich geschauten heimatlichen Täler und Höhen mit phantastischen Gestalten und Symbolismen beleben, führt Weis die Hörer. Hilferufe locken ihn, seine Begleiter und ein Schar von schemenhaften Gestalten auf ein Schloß, dessen Inneres den Anblick einer Scheune bietet. In der Tiefe der Tenne hockt auf einem Haufen menschlichen Gebeins der selbst zum Skelett gewordene Rufer. Einer aus der Schar will ihm Hilfe bringen, aber bei der Berührung muß er selbst den Schrei übernehmen, während der andere zerfällt. Hartmann von Aues Motiv aus der Legende vom armen Heinrich klingt auf: ein Mädchen voller Jugend und Schönheit naht sich furchtlos dem Schloß. Vor die sittliche Entscheidung gestellt, ob die Rettung des Lebens um den Preis des sicheren Tods dieses Mädchens erwirkt werden dürfe, überwindet der Wanderer den Traum aus einer von ihm bisher nicht gekannten Mitte heraus. Und das Mädchen begibt sich durch das Tor, führt Lebende und Gewesene ins Freie, in der Erkenntnis vereint, daß einer des anderen Last trage.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Südwestfunk
  • Erstsendung: 03.11.1952 | 15'00

In keiner ARD-Rundfunkanstalt verfügbar

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