Originalhörspiel
Autor/Autorin:
Wilhelm Genazino
Die Ewigkeit dauert lang
Technische Realisierung: Ernst Becker, Rosel Wack
Regieassistenz: Wolf Quiel
Regie: Otto Düben
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Ilse Neubauer Wolfram Weniger
Dieses Hörspiel beschreibt eine Liebesgeschichte: Ein Ehepaar, getrennt, sitzt sich nach einiger Zeit wieder mal gegenüber. Es beginnen die üblichen Rituale: die gegenseitigen Beschuldigungn, Anklagen, die sehr klugen, durchrationalisierten Erklärungen der Handlungen des Partners, verbunden mit dem absoluten Anspruch, daß immer nur man selbst, nie der andere, Recht hat. Mit der Zeit aber spürt man, daß diese Sätze im Grunde nur sehr geschickte Tarnungen eigener Verletzbarkeit sind: Gar so feindselig gesonnen ist man sich gar nicht. Man hat nur Angst, daß der andere einen nicht verstehen, daher verletzen könnte. Allmählich verlagert sich das Gespräch vom Rationalen zum Gefühlsmassigen. Es beginnt eine Liebesgeschichte, mit der eigentlich keiner mehr gerechnet hatte.

Produktions- und Sendedaten
- Saarländischer Rundfunk 1974
- Erstsendung: 19.09.1974 | 35'45
Rezensionen (Auswahl)
- Wolfgang Felk: Ehe-Aschermittwoch. In: Funk-Korrespondenz Nr. 8. 19.02.1975. S. K2.