Originalhörspiel, Kurzhörspiel

Autor/Autorin: Caroline Muhr

Freud in der Küche

Technische Realisierung: Eduard Kramer, Adeltraut Hahn-Schumann
Regieassistenz: Wolf Quiel

Regie: Werner Klippert

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Gert HauckeMann
    Renate SteigerSchnitt

Der Mann, der seiner Frau nur mal eben beim Spülen helfen soll, hat keine Lust. Stattdessen bricht er eine Debatte über die tiefenpsychologische Begründung der Rollenverteilung zwischen Mann und Frau vom Zaun. Die Frau widerlegt ihn. Sie kennt ihren Freud. Das hilft ihr aber nichts. am Schluß hat sie gespült und abgetrocknet und er nur argumentiert. Die Unlust des Mannes, der Ehefrau in der Küche beim Spülen zu helfen, wird vom Ehemann gewissermaßen als Naturereignis deklariert: Von Natur aus Masochistin - aufgrund eines irreversiblen Penisneides - ist die Frau zwecks Kompensation ihres Komplexes dazu verdammt, all das zu tun, was dem Mann lästig, der Frau aber ständiger Beweis ihrer Opferbereitschaft ist.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Saarländischer Rundfunk 1972
  • Erstsendung: 26.09.1976 | 5'15

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