Hörspielbearbeitung, Kurzhörspiel, Mundarthörspiel
Autor/Autorin:
Engelbert Pfister
Rechberg, der Hexer
Die G'schirrweiber von Ebingen
Vorlage: Rechberg, der Hexer (Prosa)
Regie: N. N.
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin N. N.
Nach einer alten Ebinger Sage soll Graf Ludwig von Württemberg, der Vater des Grafen Eberhard des Greiners und der Bruder des Grafen Ulrich des Vielgeliebten, in seinen ersten Regierungsjahren nach Ebingen gekommen sein. In seinem Gefolge soll sich sein treuer Hans von Rechberg befunden haben, der schon beim Vater des Grafen Ludwig im Dienste stand. Wie die meisten Regenten des 14. und 15. Jahrhunderts zeigt auch der junge Graf Ludwig eine neugiervolle Neigung zur zeitbeherrschenden Alchemie. Hans von Rechberg, der als guter schwäbischer Ministeriale einen klaren Blick für die Wirklichkeit hatte, suchte schon lange nach einer Gelegenheit, seinem Herrn, der die Zauberei bewunderte, eine wirksame Lehre zu erteilen. Der Besuch in Ebingen bot ihm dazu die willkommene Gelegenheit. Rechberg selber machte sich anheischig, dem Grafen Ludwig gegen Belohnung ein Beispiel von Zauberei zu geben. Seine Leistung machte einen solchen Eindruck auf den Grafen, daß dieser des Rätsels Lösung zu erfahren wünschte. Für die Preisgabe seines Hexens forderte Rechberg Verdoppelung seines Lohnes, die der Graf auch bewilligte. Um die beiden schönen Hengste aus seinem Marstall erleichtert, ward Graf Ludwig mit Hilfe der Ebinger Geschirrweiber von seiner Alchimistenvorliebe geheilt.

Produktions- und Sendedaten
- Süddeutscher Rundfunk
- Erstsendung: 16.04.1950 | 13:30 Uhr
In keiner ARD-Rundfunkanstalt verfügbar