Hörspielbearbeitung, Mundarthörspiel

Autor/Autorin: Nikolai Gogol

Pott will freen

Ein plattdeutscher Schwank frei nach Nikolaj Gogols "Die Heirat"

Vorlage: Die Heirat (Schwank, russisch)
Übersetzung: N. N.
Bearbeitung (Wort): Paul Schurek

Regie: Eberhard Freudenberg

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Carl SchenckJan Pott
    Heinrich Schmidt-BarrienHein Dutt
    Georg GläsekerKnospe
    Hanna LarsenFrau Panofski
    Marie KiehnMaienglanz, Hulda
    Hella SchöttlerJette
    Carl HinrichsRöhrei
    Hans Rolf RadulaKnoop
    Jan BehrensBesan
    Jochen RottkeOber

Schon oft hat das Niederdeutsche geistige Anleihen bei Volksdichtungen fremder Zungen aufzunehmen versucht, leider nicht immer mit Erfolg. Aber als sich vor vielen Jahren Paul Schurek an die Übertragung eines Schwanks von Gogol wagte, hatten sich zwei Gleichgesinnte gefunden! Beide schildern mit besonderer Vorliebe sonderbare Käuze im kleinstädtischen Milieu, und beiden eignet gleichermaßen jener gallige Humor, mit dem sie sich und ihre Zuhörer über die Plackerei des grauen Alltags hinwegzusetzen verstehen. So wurde aus dem russischen Vorbild der niederdeutsche Schwank "Pott will heiraden", den Radio Bremen in einer Funkfassung und unter Regie von Eberhard Freudenberg einer unverdienten Vergessenheit entreißt. Unter dem Titel "Pott will freen" erleben die Hörer des Heimatfunks den Schwank in neuer Form: ganz aufs Kammerspiel und auf die Gesetze des Akustischen umgestellt. Und sie werden sicher ihr diebisches Vergnügen haben an Pott, dem alten Hagestolz, dem Oberrat, der eine Frau sucht, "nicht weil er sie nötig hätte, sondern weil er sie sich leisten kann". Und da die Heiratsvermittlerin nicht funktioniert, macht sich nun sein guter Freund, der seit Jahrzehnten unter dem Pantoffel dahin vegetierende Dutt, daran, dem anderen das Schicksal zu bereiten, dem er selbst nicht entrinnen konnte. Hulda Maienglanz heißt die Auserwählte (eine reife Dreißigerin), und bis zum Verlobungskuß entwickelt sich die Geschichte auch ganz folgerichtig ... Aber dann kommt es zu einem Ende, bei dem der Hörer selbst urteilen muß, ob es ein Happy-end ist oder nicht.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Radio Bremen 1952
  • Erstsendung: 11.10.1952 | Radio Bremen Zwei | 62'18

In keiner ARD-Rundfunkanstalt verfügbar

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