Hörspielbearbeitung, Mundarthörspiel

Autor/Autorin: Hans Heitmann

De Windfahn

Eine Funkgroteske

Vorlage: De Windfahn (Theaterstück)
Bearbeitung (Wort): Eberhard Freudenberg

Regie: Ivo Braak

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Hermann BuddeBürovorsteher Dreyer
    Hanna LarsenDorothee, seine Frau
    Ruth BunkenburgBella, die Tochter
    Adalbert KiehnSekretär Andersen
    Bernd WiegmannEmil Mönkemann, Büropersonal
    Jochen SchenckHans Vagelbunt, Büropersonal
    Elsbeth KwintmeyerSuse Krey, Büropersonal
    Erika RumsfeldFrau Surbrot
    Rolf BernittDer Betrachter

Es ist selten, daß im niederdeutschen Schrifttum politische Satiren gelingen. Hans Heitmann hat mit seiner neuen Komödie "De Windfahn" jedoch bewiesen, wie gut man Menschen und Mächte der Gegenwart auch auf Plattdeutsch durch den Kakao ziehen kann. Da ist die alte Windfahne auf dem Dach, die sich knarrend und quietschend der jeweils herrschenden (Luft-)Strömung anzupassen bemüht ist. Zwei Etagen tiefer sitzt ein Bürovorsteher namens Dreyer, der es der Windfahne nachtut. Und als nun wieder einmal politische Wirren über das kleine Ländchen Nedderdalien hereinbrechen, da kommt Herrn Dreyers Weltanschauung gar mächtig in Bewegung. Rasch wechselt sein Parteibuch die Farbe, damit sein Mantel wieder im Winde hänge. Der Wind aber dreht sich ganz anders, als man zunächst gedacht hatte. Die alte Windfahne erliegt der Überanstrengung und stürzt vom Dach. Nicht so Herr Dreyer: Er übersteht die parteipolitische Kurvenfahrt auch nach heftigsten Schwenkungen ohne Schaden an Leib und Lebensstellung. Woran man sieht: Der lebendige Mensch ist dem toten Material eben doch um einiges überlegen.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Radio Bremen
  • Erstsendung: 29.08.1955 | Radio Bremen Hansawelle | 73'10

In keiner ARD-Rundfunkanstalt verfügbar

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