Hörspielbearbeitung

Autor/Autorin: Johann Wolfgang von Goethe

Stella

Vorlage: Stella (Schauspiel)
Bearbeitung (Wort): Walter Knaus
Komposition: Hans Steinmetz

Regie: Walter Knaus

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Elisabeth HöbarthStella
    Brigitte KönigCäcilie, anfangs Madame Sommer
    Rolf MüllerFernando
    Julia CostaLucie
    Egon ZehlenVerwalter
    Else KnottPostmeisterin
    Lis VerhoevenAnnchen
    Wolfgang SchönKarl
    Bogislav von HeydenBediensteter
    Georg-Lars DoddenhofBediensteter
    Martin BüttnerPostillon

1775 entstand die "Stella", ein Schauspiel für Liebende. Goethe schrieb es in der Zeit seiner Liebe zu Lily Schönemann, deren Züge unverkennbar in der Titelfigur wiederzufinden sind, während Cäcilie, die andere Frauengestalt des Dramas, dem Bilde Friederike Brions entspricht. Zwischen den beiden liebenden Frauen steht Fernando. Ein Mann zwischen zwei Frauen - es ist ein altes, oft wiederholtes Thema der Literatur. Aber niemand hatte bisher gewagt, sich so unverhohlen zu dem Naturgesetz der Liebe zu bekennen. Denn welche Kühnheiten wagt der Schluß: in einer Art von Seelenbündnis beschließen die drei Liebenden, gemeinsam fortzuleben. Dieser Schluß ist entweder allzu optimistisch, utopisch oder sehr unmoralisch oder aber - und damit treffen wir Goethes Ziel: diese Doppelehe setzt eine hohe Reife des seelischen Lebens voraus, eine Schwungkraft des Gefühls, wie sie nur wenigen Menschen gegönnt ist. Als aber die Moralisten allzu sehr zeterten, gab Goethe der Konvention nach: in einer zweiten, nicht mehr wie in dieser ersten Gestaltung innerlich logisch zwingenden Form endet die Sache anstatt mit Versöhnung mit einem Doppelselbstmord.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Hessischer Rundfunk
  • Erstsendung: 04.08.1952 | hr1 | 75'00

In keiner ARD-Rundfunkanstalt verfügbar

Haben Sie Anregungen oder Ergänzungen zu diesem Eintrag?

Infos zum Hörangebot/FAQ