Originalhörspiel

Autor/Autorin: Heinrich Böll

Zum Tee bei Dr. Borsig

Regie: Ulrich Lauterbach

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/Sprecherin
    Nicht bekannt

Robert ist Dichter. Jung, talentiert, jedoch noch nicht etabliert, und deshalb angwiesen auf Aufträge aller Art. Herr Dr. Borsig ist Werbeleiter eines Pharma-Konzerns, etabliert zwar, doch verlassen von der Phantasie früherer Jahre. Dr. Borsigs Problem ist ein neues Mittel gegen Farbenblindheit, von dem bereits 50.0000 Schachteln produziert, aber erst 50.000 verkauft sind. Robert soll ihm deshalb eine Public-Relations-Denkschrift verfassen, die er dann selbst nur noch werbetechnisch korrigieren muß. Um Robert für diese Aufgabe zu gewinnen, lädt ihn Dr. Borsig zum Tee zu sich nach Hause ein. Frau Borsig und Franziska, Roberts Freundin, versuchen zwar, ihm auszureden, sich auf das verlogene Werbegeschäft einzulassen, doch nimmt Robert, den das Geld lockt, die Einladung an. Bei Tee erfährt er dann, was man von ihm verlangt: Ein Mittel gegen Farbenblindheit läßt sich im großen Maßstab nur dann verkaufen, wenn man durch die Werbung die Angst der Menschheit vor der Farbenblindheit verstärkt. Nun begreift Robert die Strategie der Werbung und entscheidet sich, "die Welt der unrasierten Schwindler der der rasi erten vorzuziehen. Man kann nicht ein bißchen im Sumpf spazierengehen: man bleibt ganz draußen, oder man versinkt."

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Hessischer Rundfunk
  • Erstsendung: 25.02.1955 | hr1 | 75'00

In keiner ARD-Rundfunkanstalt verfügbar

Rezensionen (Auswahl)

  • N. N.: Süddeutsche Zeitung. 01.03.1955.

Haben Sie Anregungen oder Ergänzungen zu diesem Eintrag?

Infos zum Hörangebot/FAQ