Originalhörspiel, Originaltonhörspiel

Autor/Autorin: Jürgen Liebing

Ist Amsterdam freier?

Ansichten einer Stadt

Technische Realisierung: Hansjörg Saladin, Ingeborg Gerwin

Regie: Robert Matejka

Amsterdam, um 1700 - dem "Goldenen Jahhundert" - in der Tat die Kaiserin unter den europäischen Städten,ist nunmehr eine, wenn auch Hauptstadt unter vielen - mit Problemen, die sich nicht von denen anderer Städte unterscheiden: steigende Kriminalität, Hektik und Aggressivität im Straßenverkehr, Anonymität, Umweltverschmutzung usw. Die Riesenschlange von anderthalb Millionen offiziell registrierter Touristen wälzt sich nicht nur durch Amsterdam; und wenn auch jede Stadt sich etwas darauf einbildet, besondere Sehenswürdigkeiten bieten zu könnnen, so sind sie doch austauschbar: Kurzum: eine Großstadt ist eine Großstadt. Doch Amsterdam ist anders. Nach "Provo", der Amsterdamer Variante der Studentenrevolte, die allerdings nicht wirkungslos verpuffte, wurde die Stadt zum Symbol der Freiheit, aber für wen? Heerscharen von Jugendlichen aus aller Welt kamen hierher. Schon früher in der Geschichte war die Stadt Zufluchtsort für Verfolgte und Vertriebene: portugiesische und spanische Juden, später auch Juden aus Deutschland und Osteuropa, französische Hugenotten, englische Sektierer.  

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • RIAS Berlin 1975
  • Erstsendung: 30.10.1975 | RIAS 2 | 20:30 Uhr | 59'19
  • Aufnahmeverfahren: Stereo-Kunstkopf

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