Hörspielbearbeitung

Autor/Autorin: Raymond Queneau

Nebenbei

Vorlage: En passant (Literatur, französisch)
Übersetzung: Eugen Helmlé
Bearbeitung (Wort): Raoul Wolfgang Schnell
Technische Realisierung: Friedrich Wilhelm Häfner, Gabi Neugroda
Regieassistenz: Burkhard Ax

Regie: Raoul Wolfgang Schnell

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Raoul Wolfgang SchnellRegisseur
    Josef MeinertzhagenMusiker
    Carmen Renate KöperBettlerin
    Heinz SchachtBettler
    Angelika BenderPassantin
    Michael ThomasPassant
    Rosemarie FendelIrene/Sabine
    Wolfgang ForesterJoachim/Etienne

Raymond Queneau, Licencie de philosophie, zeitweise Bankangestellter und Vertreter für Papiertischdecken, Surrealist bis Ende der zwanziger Jahre, Gründer der Werkstatt für potentielle Literatur, Pataphysiker, Herausgeber der neuen französischen Enzyklopädie, leitender Mitarbeiter im Verlag Gallimard, Mitglied der Academie Goncourt und der Societe de Mathematique de France, von der Kritik gern als Sprachforscher apostrophiert, wurde 1903 in Le Havre geboren. Bekannt geworden, auch in Deutschland, ist er vor allem durch seine "Stilübungen" sowie die Romane "Der Hundszahn", "Mein Freund Pierrot", "Der Sonntag des Lebens" und "Zazie in der Metro". Queneau nimmt die Sprache als zentralen Gegenstand seiner Dichtung, seine Welt ist in erster Linie Sprachwelt, seine Romane schreiben sich vom Wort und von der Sprache her, nicht um Handlungsabläufe dreht es sich dabei, sondern um Sprachabläufe, und bereits in einem seiner ersten Essays schrieb er: "Wenn ich versuche, die disparaten Elemente, die sich schließlich zu einem Richtungsprinzip ordneten, miteinander zu koordinieren, so muß ich feststellen, daß es vor allem das sprachlich gestellte Problem der Sprache gewesen ist, das mich am stärksten gefesselt hat." Sein Theaterstück "Nebenbei" (En passant), das einzige Stück, das er je geschrieben hat, 1944, noch während der Besatzungszeit entstand und 1948 in Paris uraufgeführt, ist eine der besten Illustrationen für Queneaus Schreiben, bei dem es vorrangig nicht um tiefere Bedeutung geht, sondern darum, Sprache in Gang zu setzen und Sprache in Gang zu halten. In seinem Essay, dessen Titel "Unter anderem eine Geschichte für Sie" sich auf einen wie ein Lernprogramm komponierten Spieltext Queneaus bezieht, gibt Eugen Heimle Einblick in die literarische Werkstatt des französischen Autors.

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Westdeutscher Rundfunk 1976
  • Erstsendung: 29.03.1976 | WDR 3 | 42'46

Haben Sie Anregungen oder Ergänzungen zu diesem Eintrag?

Infos zum Hörangebot/FAQ